Freitag, 23. Juli 2010
Swisscom-Rechnung gleich vierfach
Mittwoch, 30. Dezember 2009
Talkeasy sorgt für Aerger bei Senioren
Neben den obgenannten Beschwerden habe ich Talkeasy lediglich über lebensgrosse „Karton-Werbung“ in einigen Kiosk-Filialen wahrgenommen.
Viele Kunden sind sich nicht bewusst, dass sie am Telefon rechtskräftig Verträge abschliessen können. Um einen Vertrag abzuschliessen, ist entgegen der weitläufigen Meinung, mit ganz wenigen Ausnahmen keine Unterschrift erforderlich.
In den ersten Jahren der Liberalisierung musste man tatsächlich unterschreiben, wenn man den Anbieter wechseln wollte, über den alle Gespräche standardmässig geführt werden. Im Verlaufe des Jahres 2001 wurde dann „Third Party Verification“ - kurz TPV – eingeführt. Der Kunde kann bei seinem neuen Anbieter anrufen und dabei sagen, dass er über diesen Anbieter telefonieren möchte. Anschliessend wird ein Tonband gestartet und der Kunde sagt, dass er den Vertrag abschliessen möchte. Eigentlich gedacht, damit Kunden sich bequemer bei neuen Anbietern anmelden können, rufen immer häufiger die Anbieter den Kunden an und drängen diesen zum sofortigen Wechsel.
Ich persönlich habe auch bereits entsprechende Anrufe erhalten – ist zwar ein paar Jahre her und nicht von Talkeasy – und dabei wurde vom Verkäufer auffällig oft das Wort Swisscom verwendet. Mit rhetorischen Fragen wie „Sie wollen doch sicher über ihren Swisscom-Anschluss über die bestehenden Swisscom-Leitungen zu viel günstigeren Preisen telefonieren?“ wird versucht, die Kunden zu kördern. Ich persönlich kann nicht beurteilen, ob Talkeasy bei ihren Verkaufsgesprächen das Wort „Swisscom“ auch verwendet. Swisscom hat Talkeasy bis Ende Jahr Zeit gegeben, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben und wird allenfalls gegen Talkeasy klagen.
Talkeasy ist übrigens nicht einmal günstig, es gibt günstigere Angebote im Markt. Ein weiteres Problem haben Kunden, die mit ADSL im Internet surfen. Bei den meisten Anbietern muss man zwingend über den gleichen Anbieter telefonieren. Beim unbewussten Wechsel zu Talkeasy besteht die Gefahr, dass der Internet-Zugang abgeschaltet wird und zudem beim bisherigen Anbieter eine Busse für die vorzeitige Vertragsauflösung von bis zu mehreren hundert Franken fällig wird.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte von comparis.ch
Mittwoch, 23. Dezember 2009
Grossen Ärger mit Telekom-Anbieter
Dienstag, 29. September 2009
Keine Handy-Nummer für IQ-Test
Wenn man die Handy-Nummer angeben muss und es nicht klar ist, weshalb der Anbieter diese Information benötigt, am Besten den gesamten Prozess abbrechen und nicht weiter klicken. Ebenso wenn man ohne erkennbaren Grund (wie z.B. eine Bestellung, die Anforderung von Offerten oder Prospekten) die Adresse angeben muss, um eine Dienstleistung nutzen zu können. In vielen Fällen tappt man in Kostenfallen, wenn man diese angibt.
Es ist noch nicht so bekannt, dass man im Internet die Handy-Nummer eingeben kann und dann kostenpflichtige SMS erhalten kann. Diese Situation ist auch absolut unbefriedigend und die Anbieter müssten die Kunden besser informieren. Ein weiterer Punkt ist, dass sich die Kunden – nach Ansicht der Anbieter – selbst mit dem Dienstleistungsanbieter auseinander setzen müssen.
Ich empfehle, auf jeden Fall penetrant darauf zu beharren, dass mein Mobilfunk-Anbieter den zu Unrecht belasteten Betrag von der Telefonrechnung abzieht und den Betrag nicht an den Dienstleistungsanbieter weiterleitet. Denn es wäre dann am Dienstleistungsanbieter, von mir den Betrag zurückzufordern. Doch leider denken die Schweizer Mobilfunk-Anbieter noch nicht so kundenfreundlich. Und die Kunden machen bei ihrem Anbieter noch zu wenig Druck.
Die Mobilfunk-Anbieter zeigen sich in der Regel kompromissbereit und reduzieren den Rechnungsbetrag, wenn man denn nur genügend nervt und genügend Druck macht.
Viele wissen auch nicht, dass sie diese Nachrichten aktiv abbestellen müssen. Die Hotline der Mobilfunk-Anbieter sind gerne behilflich. Falls die Nachrichten nicht abbestellt werden und weiterhin in der SMS-Inbox des Handys landen, fallen Kosten an. Dies selbst dann, wenn der Kunde das SMS gar nicht liest.
Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass ich bekanntlich kein Jurist bin und deshalb auch keine Rechtsauskünfte erteilen kann.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte von comparis.ch
Sonntag, 22. März 2009
KTipp: Umstrittene Rücklaufgebühr von Swisscom
Swisscom-Kunden, die ihre Rechnungen jeweils direkt dem Postkonto belasten und deren Konto nicht gedeckt ist, wird eine Rücklaufgebühr von 15 Franken in Rechnung gestellt. Pikant: Swisscom selber muss der Post nur 50 Rappen bezahlen. Aus diesen 50 Rappen macht die Swisscom auf magische Weise das dreissigmal mehr. Gegenüber dem K-Tipp erklärt Swisscom, dass Swisscom plane, diese Gebühr aufzuheben. Übrigens konnte der K-Tipp keine andere Firma ausfindig machen, die ebenfalls eine solche Gebühr kennt.
Ich bin jedoch überzeugt, dass Swisscom bald wieder kreativ werden wird und sonst irgendeine dubiose Gebühr einführen wird. Irgendwie muss man ja die hohen Gewinne erwirtschaften können......
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte von comparis.ch
Montag, 16. Februar 2009
Problem: Handy im Zug
Swisscom argumentiert, dass die Funkverbindung auf den viel befahrenen Strecken lückenlos seien, aber nicht genügend Kapazitäten zur Verfügung stünden. Als weiterer Grund für die Probleme wird angegeben, dass durch moderne Handys wie dem iPhone das Datenvolumen massiv noch oben geschnellt ist. Es stellt sich bei mir allerdings die Frage, weshalb Swisscom die Kapazitäten der Antennen nicht erhöht. Für das iPhone könnte man auch WLAN-Antennen im Zug einbauen und die Internet-Verbindungen damit über eine andere Infrastruktur abdecken.
Ein Punkt, der im Artikel nicht angesprochen worden ist, aber demnoch auch wesentlich ist: Bei jeder neuen Verbindung wird erneut der Stundentarif von 70 Rappen neu verrechnet. Statt 70 Rappen kann damit ein Gespräch schnell mal 3 Franken kosten. Hier sollte Swisscom nur ein Gespräch verrechnen, wenn aus technischen Gründen die Verbindung ständig unterbrochen wird.
20 Minuten rät, im Zug vorne zu sitzen. Dieser Tipp ist sicherlich nicht schlecht, da es vorne in der Regel auch meistens mehr freie Plätze hat. Doch wenn die 1. Klasse vorne ist, dürfte man als 2. Klasse-Passagier nicht einfach dort Platz nehmen. Dieser Tipp ist also nicht ganz alltagstauglich.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte www.comparis.ch
Dienstag, 10. Februar 2009
Randregionen müssen fuer das Internet bezahlen
Die Swisscom, die bei jeder Gelegenheit erwähnt, dass sie die Grundversorgung sicherstellt (während die Mitbewerber Trittbrettfahrer sein sollen) und alle Kunden ADSL haben könnten, wird an diesem Artikel keine Freude gehabt haben. Im Artikel des Tages-Anzeigers geht es konkret um die Zürcher Gemeinde Altikon. In der Gemeinde mit über 600 Einwohnern gibt es weder ein Kabel-TV-Netz noch schnelles Internet von Swisscom. Die Geschwindigkeit beträgt nur lächerlich langsame 600 KBit/s und damit erfüllt Swisscom die Grundversorgung und kann zusätzlich sagen, dass Swisscom schnelles Internet anbietet.
Gemäss Recherchen des Tages-Anzeigers bezahlt Swisscom für den Ausbau ihrer Infrastruktur maximal 300 Franken pro Haushalt. Bei 280 Haushalten bezahlt Swisscom somit 84'000 Franken, aber die Gemeinde muss selber schauen, wie sie 36'000 auftreiben kann. Gemäss dem Tagi-Artikel sind dies ganze 5 Prozent der Steuereinnahmen. Gemäss Artikel hat die Gemeinde keine andere Wahl als der Swisscom die Infrastruktur zu finanzieren, selbstverständlich kann die Swisscom den Kunden dann den vollen Preis verrechnen und muss der Gemeinde nichts für die getätigten Investitionen abliefern. Wie erwähnt ist Altikon nur ein Beispiel. Gemäss dem Tages-Anzeiger haben sich bisher rund 300 Gemeinden bei Swisscom gemeldet, die eine bessere Telecom-Infrastruktur wollen. Mit 120 Gemeinden soll sich die Swisscom geeinigt haben und in einem Drittel der Gemeinden mussten diesen einen erheblichen Teil der Kosten übernehmen. Gemäss Swisscom sei dies insbesondere dann der Fall, wenn die Ausbaukosten in keinem Verhältnis zur Zahl der angeschlossenen Kunden stehen oder aufgrund topografischer Gegegenheiten sehr hoch sind.
Im Artikel wird Marc Furrer, Chef der Kommunikationskommission zitiert, dass es im Grunde dem System der Grundversorgung widerspricht. Da so schnelles Internet nicht Teil der Grundversorgung sei, könne man es der Swisscom nicht verbieten.
Ich persönlich finde das Verhalten der Swisscom schlichtweg skandalös. Dass Ganze ist alles andere als Swissness, mit der sich das Unternehmen ständig in der Öffentlichkeit präsentiert. Zuerst lässt man die armen Steuerzahler die Infrastruktur finanzieren und dann kassiert man dieselben Steuerzahler mit hohen Preisen ab. Zumindest eine Entschädigung der durch die Gemeinde finanzierten Infrastruktur sollte Swisscom bezahlen. Die 36'000 Franken sind für Altikon eine grosse Menge, für die Swisscom jedoch eine Kleinigkeit.
Fraglich ist auch, weshalb die Gemeinde nicht eine andere Lösung wie z.B. eine Glasfaser-Erschliessung gesucht hat. Salopp gesagt hätte sich die Gemeinde wohl mit Swisscom darüber gestritten, wer die Glasfaserleitungen einziehen darf. Doch halt, ich habe ganz vergessen, dass es nicht um Zürich geht, sondern um die Randgebiet-Gemeinde Altikon.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte von comparis.ch
Montag, 9. Februar 2009
Saldo: Digital-TV ist Daueraerger
Im Artikel wird kritisiert, dass der elektronische Programmführer EPG des Digital-TV-Angebotes von Cablecom immer noch nicht richtig funktioniere. Bemängelt wird, dass nur die ersten 256 Zeichen der Beschreibung einer Sendung angezeigt werden können. Was Saldo nicht schreibt, aber demnoch interessant ist: Der Grund der Beschränkung auf 256 Zeichen liegt daran, dass bestimmte, minderwertige Cablecom-Set-Top-Boxen sich nicht an den DVB-C-Standard halten. Um Probleme zu vermeiden, wurde die Zeichenzahl der Beschreibung dann auf 256 Zeichen reduziert.
Cablecom-Sprecher Hans-Peter Nehmer verspricht im Saldo jedoch, dass die Beschränkung noch im laufenden Jahr behoben wird, obwohl das Problem keine grosse Priorität hat.
Ich persönlich habe auch die Erfahrung gemacht, dass der elektronische Programmführer der Cablecom eine miserable Qualität hat. Betroffen sind vor allem Kunden, die Sendungen aufnehmen wollen. Ich verstehe nicht, weshalb Cablecom Unsummen in die Gewinnung neuer Kunden steckt, aber nichts in die Qualität des Digital-TV-Angebotes.
Beim Konkurrenten Bluewin-TV von Swisscom funktioniert der elektronische Programmführer hingegen sehr gut.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte www.comparis.ch
Sonntag, 18. Januar 2009
Kassensturz: Telefonvertipper soll 135 Franken kosten
Ein Hauswart hat sich beim Anruf auf eine ganz normale Telefonnummer verwählt und versehentlich eine Sexnummer angerufen. Nach einigen Sekunden hat er wieder aufgelegt. Ein solcher Anruf dürfte höchstens ein paar Rappen kosten, denn der Anruf führte auf eine "normale Telefonnummer" und nicht auf eine erhöht gebührenpflichtige 0906-Mehrwertdienste-Nummer. Doch dann erhielt der Hauswart regelmässig Rechnungen von Telebilling in der Höhe von 135 Franken. Dies obwohl der Anruf nur wenige Sekunden gedauert hat und somit eigentlich klar sein müsste, dass der Kunde sich verwählt haben dürfte und sobald er dies bemerkt hat, aufgehängt hat.
Auch bei Anrufen auf normale Telefonnummern können zusätzliche Kosten entstehen, die jedoch nicht durch die Telekom-Anbieter in Rechnung gestellt werden. Wer beim Versandhaus telefonisch etwas bestellt, ist sich bewusst, dass er die bestellten Waren auch bezahlen muss. Ebenso wer mit seiner Bank einen telefonischen Auftrag gibt oder seinen Anwalt anruft. Obwohl diese Dienstleistungen meist über eine ganz normale Telefonnummer laufen - und nicht über eine erhöht gebührenpflichtige Nummer - ist es klar, dass die in Anspruch genommene Dienstleistung bezahlt werden muss.
Ähnlich operieren auch Telefonsex-Anbieter, die ihre Dienstleistungen über eine normale Telefonnummer anbieten. Der Kunde bezahlt für den Anruf den normalen Telefontarif an seine Telefongesellschaft und erhält dann vom Telefonsex-Anbieter eine seperate Rechnung. Wie der Kassensturz berichtet, bieten die Telefonsex-Anbieter z.B. einen Minutenpreis von 7.5 Rappen an, verrechnen aber 1800 Minuten und stellen so 135 Franken (1800 x 7.5 Rappen) in Rechnung.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte von comparis.ch
Freitag, 2. Januar 2009
Beobachter Prix Blamage: Grossen Aerger mit Telekom-Anbietern
Auf den zweiten Platz mit 442 Klagen ist der Kabelanbieter Cablecom, auf Platz 3 Swisscom mit 263 Klagen, Sunrise auf Platz 5 mit 198 Klagen und Tele2 auf den 6. Platz mit 191 Klagen.
Am meisten Ärger bereiteten Internetabzocker: Die Kunden sind in eine Falle getappt und haben versehentlich ein Abo einer kostenpflichtigen Dienstleistung bestellt und wollen nun wissen, ob sie die Rechnung bezahlen müssen.
Der Beobachter rät übrigens folgendes:
Die betroffenen sollen die Forderung bestreiten und nicht bezahlen. Die angedrohte Betreibung wird aller Voraussicht nach nie eintreffen.Der Beobachter veröffentlicht auf seiner Website eine Liste von entsprechenden Abzocker-Websites.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte www.comparis.ch
Sonntag, 23. November 2008
Orange:Millionen mit Taktaenderung
Die Beträge für den einzelnen Kunden sind zwar eher klein, aber die Masse machts. Bei rund einer Million Privatkunden wie beim Mobilfunk-Anbieter Orange kommt einiges zusammen. Ich schätze die Mehreinnahmen auf jährlich 15 bis 30 Millionen Franken. Comparis hat übrigens am Mittwoch dazu eine Medienmitteilung verschickt (online verfügbar).
Auf der Telefonrechnung hat Orange die Änderung - die übrigens nur für Privatkunden und Abo-Kunden gilt, nicht jedoch für Geschäftskunden und für Prepaid-Kunden - mit dem folgenden komplizierten Sätzen erklärt:
ÄNDERUNG: Orange wird seine Abrechnungsmethode ändern. Dies bedeutet, dass die Gesamtdauer eines Anrufes nicht mehr für die ersten 10 Sekunden pauschal und dann sekundenweise, sondern in 10-Sekunden-Intervallen verrechnet wird. Diese Änderung tritt zum 1. November 2008 in Kraft und gilt für alle Anrufe innerhalb der Schweiz auf Fest- und Mobilfunknetze, für Anrufe auf Ihre Orange Box sowie für alle in der Schweiz getätigten internationalen Anrufe.
Der Text erweckt bei mir den Eindruck, dass Orange eine absolut unwichtige Änderung vornimmt (etwa so wie eine Adressänderung oder eine Änderung einer Telefonnummer). Dass es sich dabei um eine Preiserhöhung zwischen 0 und etwa 7 Prozent (bei 104 Sekunden Dauer pro Anruf im Schnitt, wie dies dem schweizerischen Durchschnitt entspricht) handelt, wird nicht klar ersichtlich.
Übrigens argumentiert Orange, dass sie nun die branchenübliche Abrechnungsmethode einführt. Mhhm, habe ich was verpasst. Denn
- die Günstig-Angebote von Migros, Coop und Aldi werden sekundengenau abgerechnet (also für den Kunden die beste Abrechnungsart). Auch Orange lässt bei Prepaid-Kunden die Abrechnungsart bei sekundengenauer Abrechnung.
- die Swisscom wendet bei den meisten Anrufen der meisten Kunden (sofern sie ein Angebot mit Liberty im Namen haben) keine Rundung an. Denn mit Natel Swiss Liberty kostet ein Anruf ins Swisscom-Handynetz und ins Festnetz 50 Rappen (bis zu einer Dauer von einer Stunde). Es wird nichts aufgerundet und der Kunde bezahlt 50 Rappen, nicht plötzlich 55 Rappen. Im 10-Rappen-Takt rundet Swisscom bei Liberty-Kunden Anrufe auf die Mobilfunk-Netze von Sunrise und Orange. Der Effekt der 10-Rappen-Taktung ist für den Kunden ungefähr der selbe wie die Abrechnungsmethode von Orange.
- die Sunrise rechnet zwar im 10-Sekunden-Takt ab. Dies jedoch nur bei Kunden mit einem Zero, Zero Plus oder Max-Abo oder der Go-Prepaidkarten. Die Kunden mussten sich für diesen Preisplan anmelden und es wurde klar kommuniziert, dass in 10-Sekunden-Einheiten abgerechnet wird.
- bei Sunrise telefonieren alle Kunden mit einem anderen Privatkunden-Abo oder einer Prepaid-Karte immer noch mit der gleichen Taktung wie beim Vertragsabschluss.
Es ist ein Novum in der Schweiz, dass ein Mobilfunk-Anbieter die Taktung für bestehende Kunden ändert und der Kunde damit mehr bezahlt.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte www.comparis.ch
Abrechnungsprobleme beim mobilen Internet?
Hier die Vorwürfe des K-Tipps kurz zusammengefasst (Artikel für Abonnementen online verfügbar):
- Einem Informatiker wurden 5600 Franken verrechnet für 10 Gigabyte, die er in einer einzigen Nacht heruntergeladen haben soll. Da der Informatiker wusste, wieviele Daten er übertragen hat und nachdem er mehrfach bei Swisscom interveniert hat, stornierte Swisscom die Rechnung. Und obendrauf kann der Kunde gleich noch vier Monate kostenlos surfen.
- Swisscom soll gemäss einer Aussage einer Mitarbeiterin des Swisscom-Kundendienstes massive Probleme mit der Abrechnung gehabt haben (schreibt der K-Tipp). Sie gestand, dass das Problem bis zum 15. September 2008 bestanden hat und alle Daten gelöscht wurden.
- Swisscom hat mehreren tausend iPhone-Kunden zwischen Juli und Oktober ihre überhöhten Daten-Rechnungen erlassen.
- Sunrise stornierte eine Rechnung über 2'700 Franken, weil sie dem Kunden keinen detaillierten Verbindungsnachweis liefern konnte. Da war es einfacher, dem Kunden die Rechnung zu erlassen.
Im Artikel fordert der K-Tipp von den Anbietern einen detaillierten Verbindungsnachweis mit der Auflistung der besuchten Seiten. Dieser Forderung kann ich mich nicht anschliessen. Ich finde zwar, dass die Transparenz erhöht werden müsste. Doch der Aufwand für eine Auflistung ist meines Erachtens nicht gerechtfertigt. Stattdessen würden die Anbieter lieber eine Flatrate einführen - oder aber eine Begrenzung der täglichen Surf-Kosten, wie dies Swisscom bereits bei mehreren Produkte anbietet.
Im Artikel ist die Rede davon, dass die Abrechnungssysteme nicht auf dem neuesten Stand sind.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte www.comparis.ch
Montag, 25. August 2008
Aerger mit Sport-SMS
Der Anbieter der Kurznummer 164 hat Kunden, die irgendwann einzelne Resultate abgerufen haben, automatisch ein SMS-Abo mit aktuellen Olympia-Nachrichten zugesendet. In den ersten zwei Tagen erhielten die Kunden die SMS kostenlos. Danach wurden automatisch 50 Rappen pro empfangenes SMS fällig - ohne das der Kunde den Service bestellt hat. Immerhin informierte der Sportinformation 164 die Kunden transparent darüber, dass nun zusätzliche Gebühren fällig werden. Der Kunde wurde über die Möglichkeit informiert, den Abo-Dienst mit einem SMS mit STOP beenden zu können.
Ich finde es eine Frechheit, den Kunden, die keine entsprechenden Dienstleistungen bestellt haben, kostenpflichtige SMS zuzusenden. Man hätte die Gratis-SMS in den ersten Tagen zusenden können und der Kunde hätte bei Interesse ein Abo bestellen können. Stattdessen hat 164 - übrigens betrieben von Swisscom, Blick und Sportinformation - den Kunden einfach einen kostenpflichtigen Service untergejubelt.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Dienstag, 12. August 2008
Olympia-Angebot von HD Suisse in der Kritik
Wie Tages-Anzeiger Online berichtet, wird nun Kritik am Olympia-Programm von HD Suisse - dem HD-Kanal der SRG - laut. Die SRG schafft es doch tatsächlich, Olympia ohne Kommentar auszustrahlen (Artikel online verfügbar). Immerhin wird der Orginal-Ton übertragen. Der Kunde kann also auswählen zwischen "sehr guter Bildqualität, dafür kein Kommentar" und "normaler Bildqualität, dafür mit Kommentar".
Willkommen in der neuen, ach so tollen digitalen Fernsehzukunft, kann ich dazu nur sagen. Irgendwie auch kein Wunder, dass die Schweizer von Digital-TV nichts wissen wollen. Beim guten alten analogen TV hat man selbstverständlich einen Kommentar.
Wie eine kurze Recherche ergeben hat, hat Thomas Benkö vom Blick am Abend bereits am 29. Juli 2008 über den Olympia-HD-Flopp berichtet. Grund für den fehlenden Kommentar soll das Geld sein: Da nur 2 von 12 internationalen Bildleitungen in HD-Qualität produziert werden, müsste man extra für das HD-Programm ein zusätzlicher Kommentar produzieren, was der SRG schlicht zu teuer ist. Es stellt sich allerdings die Frage, ob HD eine solche Todgeburt ist, dass sogar eine der grössten Sportveranstaltungen der Welt nicht auch komplett in HD produziert wird.
Mich persönlich stört das Ganze zum Glück nicht: Ich interesse mich nicht für Sport und muss mich damit auch nicht über tonloses Hitech-Fernsehen ärgern.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Nachtrag: Wie Tages-Anzeiger Online meldet, hat die SRG auf die Kritik im Forum auf ihrer Website auf ihre eigene Weise reagiert. Das Forum wurde einfach vom Netz genommen.
Sonntag, 10. August 2008
iPhone "telefoniert" nach Hause
In den Foren wird das Thema gross diskutiert und auch etablierte Medien wie z.B. Spiegel Online oder heise Online haben darüber berichtet. Gemäss den Medienberichten soll Apple theoretisch in der Lage sein, eine Liste der auf dem iPhone installierten Programme zu erhalten und dann einzelne Programme - an denen Apple keine Freude hat - zu löschen. Apple hat sich bisher zu dieser Funktion nicht geäussert.
Das iPhone ist zwar bisher das am besten bedienbare Handy aller Zeiten. Doch inzwischen wird es unheimlich: Einen solchen Eingriff finde ich für eine Unverschämtheit in meine Privatsphäre. Meiner Meinung nach geht es Apple nichts an, welche Programme ich auf meinem iPhone installiert habe (genausowenig wie es Microsoft nichts angeht, welche Programme und Daten ich auf meinem Computer habe). Auch frech ist z.B. dass es nicht möglich ist, einfache MP3-Dateien vom Computer auf das iPhone zu übertragen, wie dies nahezu jeder MP3-Player (ausser dem iPod) kann. Stattdessen muss man zuerst mühsam die Dateien über iTunes konvertierten und kann die Dateien erst dann übertragen. Ein weiterer Kritikpunkt: Warum kann ich das iPhone nicht wie jedes Handy mit jeder beliebigen SIM-Karte benutzen (*). Nein, zuerst muss man das Handy hacken, damit es auch mit Sunrise läuft.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
(*) Die SIM-Look-Problematik ignoriere ich mal. Bis auf ganz wenige Ausnahmen wird das gleiche oder ein sehr ähnliches Modell auch ohne SIM-Look verkauft.
Dienstag, 8. Juli 2008
iPhone in Blogs
huwi rechnet vor, dass er günstiger fahren würde, wenn er sein bestehendes Orange-Abo kündigt, die Strafgebühr für vorzeitige Vertragsauflösung bezahlt und bei Swisscom ein iPhone kaufen würde. Meiner Meinung nach dürfte sich die Fixierung auf Neukunden und das Vernachlässigen von bestehenden Kunden mittelfristig rächen. Mit einem Wechsel zu Swisscom würde huwi 599 Franken (davon 500 Franken Busse an Orange) kosten, der Kauf bei Orange hingegen 679 Franken.
Auch Online-Hygiene ärgert sich darüber, dass er als langjähriger Orange-Kunde als Kunde zweiter Klasse behandelt wird. Auch im Apfelblog ärgern sich einige Kunden in den Kommentaren über den Kundendienst.
Das Orange-Abo von emeidi läuft im September 2008 - also in zwei Monaten - aus. Trotzdem gibt es kein subventioniertes Handy. Dies ist umso erstaunlicher, weil in der Regel bereits rund drei Monate vor Ende des Vertragablaufes ein subventioniertes Handy abgegeben wird. Aber beim iPhone ist halt alles etwas anders.
Wie meine eigene Erfahrungen zeigt, ist auch bei Swisscom sehr vieles zum Thema iPhone noch unklar. Die Hotline gibt auf jeden Fall unterschiedliche Auskünfte.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Donnerstag, 26. Juni 2008
Blick-iPhone-Wettbewerb: Komplizierte Gratis-Teilnahme
Mitmachen ist ganz einfach: Ein SMS mit einem einfachen, kurzen Stichwort an eine Kurznummer senden. Das Ganze kostet 1.50 Franken pro SMS. Mir persönlich ist dies zu teuer. Ein Arbeitskollege von mir hat das Ganze jedoch ausprobiert. Prompt kam ein SMS mit dem Hinweis, dass er nun täglich am iPhone-Wettbewerb mitmache. Somit werden täglich prompt 1.50 Franken auf der Telefonrechnung verrechnet. Zum Glück kann man das Ganze mit einem SMS und dem Stichwort "STOP" gleich wieder abbestellen. Doch der Veranstalter dürfte darauf hoffen, dass dies einige Kunden nicht tun.
Wie bei Wettbewerben üblich gibt es eine kostenlose Alternative (oder eine Postkarte): Man kann über WAP teilnehmen. Also über den Standard, der Internet auf dem Handy ermöglichen soll und alles andere als erfolgreich ist. Doch ich habe die sehr lange Adresse im Handy eingegeben. Dann musste man weitere Angaben eingeben. Schliesslich kam eine Seite mit den Zugangsdaten. Diese Zugangsdaten "IPhoneverlosung Gratis 12345678" habe ich dann als SMS an eine Kurznummer gesendet (Die Zahl wird individuell erstellt). Natürlich habe ich mich auch prompt vertippt und erhielt eine Fehlermeldung zurück. Dann nochmals versendet und gar keine Meldung zurück erhalten. Erstaunlicherweise anders als bei der kostenpflichtigen Variante kann ich auch nicht täglich gewinnen. Wenn ich täglich gewinnen möchte, muss ich das Prozedere wohl täglich wiederholen. Dafür ist mir der Gewinn eines iPhones zu unwichtig.
Das ganze Vorgehen dürfte so kompliziert sein, damit möglichst wenig Kunden am Wettbewerb teilnehmen, ohne dafür zu bezahlen. Ich finde dies eine Frechheit. Es hätte genügt, die Telefonnummer auf der WAP-Seite einzugeben.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Montag, 11. Februar 2008
Petition gegen Orange-SMS-Einschraenkung
Nun regt sich Widerstand gegen diese Strategie von Orange. Verärgerte Kunden haben gar eine Internet-Petition gestartet. Sie fordern von Orange den unlimitierte Versand von SMS über das Internet und farie Tarife für den Versand von SMS übers Handy. Ich habe übrigens bereits im Februar 2004 berechnet, dass die technischen Selbstkosten für der Versand eines SMS unter einem Rappen liegt. Selbst wenn noch die zusätzlichen Kosten für Marketing, Abrechnung und Kundendienst berücksichtigt würden, sind die SMS immer noch massiv überteuert. Die Preise sind alles andere als Fair und für die Mobilfunk-Anbieter richtige Geldbringer.
Übrigens: Bei Swisscom können Jugendliche unter 26 Jahr 500 SMS pro Monat kostenlos über das Internet versenden. Und auch Sunrise ermöglicht den Versand von 100 SMS und 50 MMS pro Monat über das Internet zu Nulltarif. Im Gegensatz zu Swisscom können nicht nur Jugendliche von diesem Gratis-Service profitieren. Orange hingegen speist die Kunden mit mickrigen 20 Gratis-SMS pro Monat ab.
Prepaid-Kunden von Orange können umgehend wechseln. Abo-Kunden sind wohl an die Kündigungsfristen gebunden und können damit nur einmal pro Jahr wechseln. Ein Wechsel ist grundsätzlich problemlos möglich und die Rufnummer kann auch mitgenommen werden. Man sollte sich jedoch rechtzeitig um den Wechsel kümmern. Doch die Kunden können bereits heute reagieren, in dem sie zum Beispiel im Kollegenkreis von ihrer Unzufriedenheit mit Orange erzählen. Ebenso können sie bei der Orange-Hotline anrufen und sich über die massive Preiserhöhung beschweren.
Ich persönlich finde, dass es übertrieben ist, unbegrenzten SMS-Versand zu fordern. Aber insbesondere bei jungen Kunden sollten 100 Gratis-SMS über das Internet schon drinliegen. Ich persönlich finde es sympatisch, dass sich die Kunden nun wehren und Unterschriften für ihr Anliegen sammeln.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
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