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Mittwoch, 23. Dezember 2009

Grossen Ärger mit Telekom-Anbieter

Traditonell veröffentlicht die Zeitschrift Beobachter eine Hitparade der Firmen, mit denen die Kundinnen und Kunden im auslaufenden Jahr am häufigsten Probleme hatten (Artikel online verfügbar). Der Beobachter bietet seinen Abonnenten eine kostenlose Rechtsberatung an und kann deshalb zählen, wie oft die Kunden Probleme mit verschiedenen Anbietern haben. Der Beobachter zeichnet die fünf Anbieter, die am häufigsten Probleme machen, mit dem Prix Blamage aus.

Bereits in den Vorjahren sind die grossen Telekom-Anbieter jeweils prominent vertreten gewesen. Dies ist erstaunlich, weil es in der Schweiz auch andere grosse Firmen mit vielen Kunden gibt und diese in der Hitparade fast nie auftauchen. Doch die Telekom-Anbieter schaffen es jedes Jahr wieder, in dieser für sie nicht vorteilhaften Liste zu landen. Meines Erachtens sind die Anbieter zu wenig auf die Anliegen der Kunden ausgerichtet.

In diesem Jahr belegt der Kabelnetz-Betreiber Cablecom den zweiten Platz mit über 400 Fällen. Die Probleme gemäss Beobachter waren z.B. willkürlich versandte Rechnungen, defekte Modems und ein überforderter Kundendienst. Bereits im Vorjahr hat Cablecom den zweiten Platz mit 442 Fällen belegt.

Auf den dritten Platz landet Sunrise mit etwas unter 400 Fällen. In diesem Jahr wurden die Beschwerden von Tele2, die inzwischen eine Tochtergesellschaft von Sunrise ist, zum ersten Mal bei Sunrise mitgezählt. Die Probleme gemäss Beobachter sind Chaos im Rechnungswesen, Aufschaltungen, die tagelang nicht klappen und trotzdem verrechnet werden und aggressive Anwerbungen. Im letzten Jahr gab es bei Sunrise 198 Beschwerden und bei Tele2 191 Beschwerden.

Auch Telekom-Riese Swisscom sorgt für Verärgerung bei seinen Kunden und kann die Probleme nicht selbst lösen. Im Jahr 2009 hatte der Beobachter rund 200 Beschwerden von Swisscom-Kunden gezählt. Damit belegt Swisscom Platz 4 der Liste. Ein Anbieter, der offensiv wirbt, dass er für die Kunden da ist, sollte den Kundendienst ernster nehmen. Ich persönlich stelle leider relativ häufig fest, dass Swisscom beim Kundendienst teilweise grössere Schwächen hat und Kunden mit ihren Anliegen alleine gelassen werden. Hauptproblem gemäss Beobachter sind unbewusst bestellte kostenpflichtige SMS, die man erst beim Erhalt der Rechnung bemerkt. Der Beobachter rät übrigens, nur den unbestrittenen Teil der Rechnung zu bezahlen, die Beträge für die unbestellten Mehrwertdienste-SMS hingegen nicht.

Liebe Grüsse



Ralf Beyeler

Freitag, 2. Januar 2009

Beobachter Prix Blamage: Grossen Aerger mit Telekom-Anbietern

Der Beobachter - die Zeitschrift mit einer kostenlosen Rechtsberatung für Abo-Kunden - veröffentlicht jedes Jahr die Firmen, zu denen im Beobachter-Beratungszentrum am meisten Klagen eingegangen sind. Wie bereits in den Vorjahren sind die Telekom-Firmen wieder ganz vorne dabei. Es ist schon erstaunlich, dass es die Telekom-Firmen jedes Jahr wieder schaffen, auf dieser für sie nicht vorteilhaften Liste aufzutauchen. Andere Branchen hingegen findet man praktisch nicht.

Auf den zweiten Platz mit 442 Klagen ist der Kabelanbieter Cablecom, auf Platz 3 Swisscom mit 263 Klagen, Sunrise auf Platz 5 mit 198 Klagen und Tele2 auf den 6. Platz mit 191 Klagen.

Am meisten Ärger bereiteten Internetabzocker: Die Kunden sind in eine Falle getappt und haben versehentlich ein Abo einer kostenpflichtigen Dienstleistung bestellt und wollen nun wissen, ob sie die Rechnung bezahlen müssen.

Der Beobachter rät übrigens folgendes:
Die betroffenen sollen die Forderung bestreiten und nicht bezahlen. Die angedrohte Betreibung wird aller Voraussicht nach nie eintreffen.
Der Beobachter veröffentlicht auf seiner Website eine Liste von entsprechenden Abzocker-Websites.

Liebe Grüsse



Ralf Beyeler
Telekom-Experte www.comparis.ch

Sonntag, 16. November 2008

Heikle Sicherheitsluecke bei Sunrise

Der Beobachter schreibt in seiner aktuellen Ausgabe über ein Sunrise-Sicherheitsleck. Dieses Sicherheitsleck hat während rund 3 Monaten bis zum 28. Oktober 2008 bestanden. Damit war es möglich, über die Sunrise-Servicenummer 0800 707 707 mit jedem beliebigen Sunrise-Handy an die Original-PIN und die PUK jedes Sunrise-Kunden zu kommen.

Mit diesen Daten alleine kann man zwar noch nicht viel anfangen. Hat man jedoch das fremde Handy, hat man damit Zugriff auf das Handy, selbst wenn das Handy mit einem PIN-Code gesichert ist. Damit kann man SMS lesen und schreiben, das Adressbuch durchwühlen und Telefonate auf fremde Kosten führen.

Im Artikel ist von einer Tonband-Stimme die Rede, damit ist klar, dass es sich um einen automatisierten Service handelt. Klar ist, dass leider auch in so heiklen Bereichen, immer Fehler geben kann. Die Systeme sind sehr komplex und ein Fehler kann nie ausgeschlossen werden.

Gemäss dem Beobachter-Artikel hat die entsprechende Kundin Sunrise auf den Fehler aufmerksam gemacht. Statt die Meldung aufzunehmen und an die Techniker weiterzuleiten, lacht man die Kundin aus mit "Sie machen etwas falsch. Sowas ist gar nicht möglich". Das sollten die Anbieter verbessern und interessante Beobachtungen der Kunden weiterleiten, damit das Ganze seriös abgeklärt werden kann.

Liebe Grüsse



Ralf Beyeler
Telekom-Experte www.comparis.ch