Im Moment ist ja mächtig was los im Schweizer Telekom-Markt. Auf meinem Tisch sind Notizen für bereits etwa 5 weitere Beiträge vorhanden, und täglich kommt derzeit was Neues dazu. Über den neuen Namen der Cablecom UPC oder die Glasfaser-Einigung in St. Gallen kann ich auch später noch blogen.
Heute hat der kleinere und eher unbekannte Internet-Provider VTX ein neues Angebot lanciert. Für 67 Franken pro Monat wird ein Paket mit einem 20 MBit/s-Internet-Anschluss und einem Telefonanschluss angeboten. Im Telefonanschluss sind Anrufe ins Schweizer Festnetz und auch in das Festnetz von rund 40 Ländern inklusive. Leider kommuniziert VTX nicht offen, dass eine zusätzliche Gebühr von 25.25 Franken pro Monat anfällt. Das Paket kostet also 92.25 Franken pro Monat. Ausserdem gibt es eine weitere Variante, die 10 Franken mehr pro Monat kostet und dafür 3 Telefonnummern bietet.
Technisch basiert das Angebot auf einen ADSL2+-Anschluss, sofern der Kunde an einer Telefonzentrale angeschlossen ist, wo VTX bereits die Infrastruktur für die letzte Meile installiert hat. Ansonsten wird der Kunde über VDSL von Swisscom angeschlossen. Der Telefonanschluss basiert auf Voice-over-IP und der Kunde muss daher das Telefon in das Modem stecken.
Kostenlos sind Anrufe in das Festnetz von vielen EU-Ländern (wobei Anrufe nach Bulgarien, Zypern und anderen EU-Ländern nicht inklusive sind) und weiteren europäischen Ländern, aber auch nach Australien, China, Israel, Japan oder in die USA.
Das VTX-Angebot ist attraktiv: Bei Swisscom kostet Infinity mit einem 20 MBit/s-Internet-Anschluss 69 Franken pro Monat, dazu noch 25.25 Franken für den Telefonanschluss. Insgesamt werden also 94.25 Franken fällig. Doch bei diesem Angebot sind ausschliesslich Anrufe ins Schweizer Festnetz inklusive, Anrufe ins Ausland verrechnet Swisscom normal.
Sunrise verlangt für Click & Call 15000+ 79 Franken pro Monat. Darin enthalten ist ein Internet-Anschluss mit 15 MBit/s sowie eine Flatrate für Anrufe ins Schweizer Festnetz. Wer mit einem Sunrise-Handy telefoniert, bezahlt 10 oder 29 Franken pro Monat weniger.
Der Preisvergleich zeigt, dass VTX minimal günstiger als Swisscom ist, jedoch zusätzlich auch Anrufe ins viele ausländische Festnetze inklusive sind. Und selbst im Vergleich mit dem "Billiganbieter" Sunrise wird das neue VTX-Angebot unter Umständen günstiger, wenn der Kunde etwa zwei Stunden pro Woche ins ausländische Festnetz telefoniert (berechnet auf Basis von 5-Minuten-Gesprächen, für Anrufe in die Niederlande, Kunde hat sich für die Global-Option von Sunrise für günstige Gespräche vom Festnetz angemeldet).
Ein solches Angebot macht viel Sinn. Im Ausland sind entsprechende Angebote längst üblich. Auch unternehmerisch macht dies durchaus Sinn. Denn Anrufe ins Ausland sind im Einkauf nicht teurer als Anrufe in die Schweiz. Die Einstandspreise unterscheiden sich zwar leicht, doch in der Regel kann ein Anbieter für etwa 1 Rappen pro Minute einkaufen (zumindest die Destinationen, die in der Regel in Flatrates inklusive sind). Der Kunde bezahlt dann meist zwischen 7 bis 25 Rappen pro Minute und die Telekom-Anbieter verdienen sehr gut mit Auslandsgesprächen. Das ist auch der Grund, weshalb die Anbieter wenig Interesse an solchen Angeboten haben. Denn Angebote wie dasjenige von VTX würde einen grossen Teil des Gewinns reduzieren, da man diese Anrufe ins Ausland dann nicht mehr verrechnen könnte.
Deshalb gehe ich auch davon aus, dass Swisscom und Sunrise (zumindest vorläufig) nicht auf dieses Angebot reagieren werden. Die Anbieter hoffen darauf, dass die Kunden weiterhin die sehr hohen Preisen bezahlen. Für Kunden, die häufig ins Ausland telefonieren handelt es sich um ein interessantes Angebot.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte von comparis.ch
Posts mit dem Label ADSL werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label ADSL werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, 3. September 2009
Montag, 31. August 2009
Voller Preis, halbe Leistung
Der Tages-Anzeiger hat unter dem Titel "Lahmes Internet trotz teurem Abonnement" ein in der Branche altbekanntes Thema wieder aufgenommen (Artikel online verfügbar). Konkret geht es darum, dass nur etwa jeder zweite ADSL-Kunde auch tatsächlich mit der Geschwindigkeit surft, für die er bezahlt. Jeder zweite Kunde bezahlt zwar den vollen Preis, erhält aber wesentlich weniger Leistung.
Mein Tipp: Bei Swisscom anrufen und "stürmen" nützt in vielen Fällen. Die Hälfte der Kunden, die nicht mit voller Geschwindigkeit durchs Internet surfen, könnten auf VDSL wechseln und zum gleichen Preis, aber mit voller Geschwindigkeit surfen. Manchmal muss man richtig penetrant bleiben, damit sich der Swisscom-Mitarbeiter um das Problem kümmert. Viele (darunter auch Swisscom-Mitarbeiter) wissen nicht, dass es der normale ADSL-Anschluss mit (bezahlten) 5'000 Kbit/s auch als VDSL gibt. Der Preis beträgt auch 49 Franken pro Monat. Der Kunde erhält ein neues Modem und profitiert von einer massiv schnelleren Geschwindigkeit.
Ich zitiere aus dem Artikel des Tages-Anzeigers:
Sunrise geht wesentlich offener mit dem Thema um, als Geheimniskrämer Swisscom:
Fair und transparent wäre es, wenn die Anbieter gegenüber dem Kunden die Geschwindigkeit offen kommunizieren und selbstverständlich einen Rabatt gewähren, wenn nicht die volle Geschwindigkeit erreicht wird.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte von comparis.ch
Mein Tipp: Bei Swisscom anrufen und "stürmen" nützt in vielen Fällen. Die Hälfte der Kunden, die nicht mit voller Geschwindigkeit durchs Internet surfen, könnten auf VDSL wechseln und zum gleichen Preis, aber mit voller Geschwindigkeit surfen. Manchmal muss man richtig penetrant bleiben, damit sich der Swisscom-Mitarbeiter um das Problem kümmert. Viele (darunter auch Swisscom-Mitarbeiter) wissen nicht, dass es der normale ADSL-Anschluss mit (bezahlten) 5'000 Kbit/s auch als VDSL gibt. Der Preis beträgt auch 49 Franken pro Monat. Der Kunde erhält ein neues Modem und profitiert von einer massiv schnelleren Geschwindigkeit.
Ich zitiere aus dem Artikel des Tages-Anzeigers:
Swisscom-Sprecher Josef Huber kann Beyelers Anschuldigungen nicht nachvollziehen. Dies könnte daran liegen, dass der ehemalige Monopolist im Sommer 2008 vielen Haushalten mit langsamen Verbindungen entgegengekommen ist: «Wir haben mehrere zehntausend Kunden kontaktiert und ihnen einen kostenlosen Technologiewechsel nahegelegt», so der Sprecher. Das Unternehmen habe dabei alte ADSL-Modems durch VDSL-Geräte ersetzt.Rechnen wir nur kurz nach: Swisscom hat etwa 1.2 Millionen Privatkunden, die ADSL direkt von Swisscom nutzen, also nicht über einen Konkurrenz-Anbieter wie Sunrise. Davon erhalten etwa die Hälfte nicht die volle Geschwindigkeit, das wären dann etwa 600'000 Kunden. Von diesen 600'000 Kunden könnten etwa 300'000 Kunden schneller durchs Internet surfen, wenn Sie von ADSL zu VDSL wechseln. Ein paar zehntausend Kunden, die kontaktiert worden sind, ist angesichts der vielen betroffenen Kunden nichts als ein kleiner Tropfen auf einen sehr heissen Stein. Ich kenne viele Kunden, die viel zu langsam surfen und wo sich Swisscom bisher nicht gemeldet hat.
Sunrise geht wesentlich offener mit dem Thema um, als Geheimniskrämer Swisscom:
«Dort, wo wir die Leitungen der Swisscom nutzen, surfen gegen 50 Prozent unserer Kunden unter der Maximalgeschwindigkeit.» Dies sei so, weil de ADSL-Technologie an ihre Grenzen stosse». [...] Bei den entbündelten Anschlüssen, also in Haushalten, wo auch das Festnetz über Sunrise läuft, liege der Anteil der Langsamsurfer bei unter 10 Prozent. Die Diskrepanz bestehe, weil man bei jenen Netzen die modernere ADSL2+ Technologie einsetze.Ich glaube die Aussagen von Sunrise. Ich habe dies selbst erfahren: Für meine Wohnung gibt Swisscom eine Geschwindigkeit von 600 KBit/s oder 4'400 kBit/s an, mit Sunrise komme ich nun effektiv auf über 13'000 KBit/s. ADSL2+ ist für eine schnelle Datenübertragung über etwas längere Strecken - wie diese in der Schweiz häufig vorkommen - die attraktivere Geschwindigkeit. Ich kann nicht verstehen, weshalb Swisscom stattdessen auf VDSL setzt, wo wenige Kunden in den Genuss extrem breiter Geschwindigkeiten kommen.
Bei der Cablecom surfen nur noch wenige Kunden unter dem Sollwert. «Bei uns liegt der Kapazitätsengpass unter einem Prozent», so Sprecher Hanspeter Nehmer. «Die Surfgeschwindigkeiten haben sich bei uns in den vergangenen vier Jahren verzehnfacht, unser Netz wird laufend erneuert.» In der Regel würden die Modems zudem alle zwei bis drei Jahre ausgetauscht.Ich halte diese Aussage von Cablecom schlicht für Unglaubwürdig und nicht möglich! Technisch ist ein Kabelnetz anders ausgebaut und deshalb gibt es andere Schwierigkeiten als bei ADSL. Hauptproblem ist, dass zu viele Internet-Kunden an einem Verteilerkasten angeschlossen sind. Sehr viele Kunden dürften nicht mit der vollen Geschwindigkeit surfen. Ich persönlich schätze, dass mindestens ein Viertel bis die Hälfte aller Kunden nicht mit der Geschwindigkeit surfen, für die sie bezahlen. Ich selbst hatte ja auch Kabelinternet von Cablecom und erreichte nur ein Bruchteil der bezahlten Geschwindigkeit.
[...] gilt das Best-Effort-Prinzip. Soll heissen: Die Provider geben in ihren Verträgen maximale Download-Geschwindigkeiten an, die sie versuchen einzuhalten. [...] So kann die jeweilige Übertragungsrate im Tagesverlauf stark schwanken. «Best Effort klingt nicht besonders kundenfreundlich, dessen bin ich mir bewusst», sagt Cablecom-Mann Nehmer. Die Regelung sei aber in der Branche - national wie international - üblich.Best Effort ist als solches auch kein Problem. Denn wenn zu einer bestimmten Tageszeit viele Kunden surfen und es für eine kurze Zeit zu einer reduzierten Leistung kommt, finde ich das Ganze nicht so tragisch. Wenn ich jedoch systematisch nicht die Geschwindigkeit erhalte, für die ich bezahle, finde ich dies fies und nicht korrekt. Die Schwankungen im Tagesverlauf sind vor allem ein Problem von Cablecom, dies aus technischen Gründen. "Best Effort" heisst für mich, dass ich die bezahlte Geschwindigkeit grundsätzlich - abgesehen von einigen Ausnahmen - auch erreiche.
Fair und transparent wäre es, wenn die Anbieter gegenüber dem Kunden die Geschwindigkeit offen kommunizieren und selbstverständlich einen Rabatt gewähren, wenn nicht die volle Geschwindigkeit erreicht wird.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte von comparis.ch
Montag, 15. Juni 2009
Surf-Geschwindigkeit nicht erreicht - Wie weiter?
Hier eine weitere Frage für meine regelmässige Rubrik "Antworten auf Fragen".
Kunden von Sunrise können hoffen, dass sie an einem Ort wohnen, wo Sunrise bereits entbündelt hat oder demnächst entbündeln wird. Denn beim entbündelten Anschluss ist die Geschwindigkeit oftmals schneller als mit ADSL, weil Sunrise auf eine moderene Technologie (ADSL2+) setzt. Ich persönlich surfe über den entbündelten Anschluss von Sunrise und habe in der Praxis eine Geschwindigkeit von über 13 MBit/s. Swisscom gibt an, dass ich mit ADSL nur 4.4 MBit/s erreichen könne, teilweise zeigte der Swisscom-Checker sogar nur 600 KBit/s an. Weshalb die Swisscom auf eine Technologie setzt, die in diesem Fall sogar 20mal langsamer ist, ist mir ein Rätsel.
Kunden von Swisscom können sich an den Kundendienst wenden und fordern, dass der ADSL-Anschluss zu einem VDSL-Anschluss migriert wird. Man benötigt zwar ein neues Modem - welches Swisscom kostenlos zur Verfügung stellt - , erhält dann aber mehr Geschwindigkeit. Teilweise muss der Kunde regelrecht um einen VDSL-Anschluss kämpfen, manchmal klappt es gleich auf Anhieb. Hier zeigt sich einmal mehr, dass der Slogal "Wir sind für Sie da" noch nicht immer auch im Alltag funktioniert.
Übrigens: VDSL ist bei etwa drei von vier Telefonanschlüssen verfügbar. Die Gebühr für ADSL bleibt bei 49 Franken pro Monat und dank VDSL profitiert der Kunde von der Geschwindigkeit, für die er bezahlt. Das Angebot gilt nur für Kunden von Swisscom/Bluewin, Kunden von anderen Anbietern können nicht auf VDSL mit einer Geschwindigkeit von 5000 KBit/s migrieren lassen.
Noch ein Tipp: Unter www.cnlab.ch/speedtest/ können Sie ganz einfach messen, wie schnell ihr Internet-Zugang wirklich ist.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte www.comparis.ch
Ich habe ADSL von Sunrise und erreiche die Surfgeschwindigkeit nicht. Was kann ich tun?Die Anbieter von ADSL und auch Kabelinternet versprechen schnelle Internet-Zugänge, doch die versprochenden Geschwindigkeiten können sie häufig nicht erfüllen. Weniger als jeder zweite Kunde surft denn auch tatsächlich mit der Geschwindigkeit von 5'000 KBit/s im Internet. Die Geschwindigkeit ist zwar langsamer, doch natürlich muss der Kunde die volle Geschwindigkeit bezahlen.
Kunden von Sunrise können hoffen, dass sie an einem Ort wohnen, wo Sunrise bereits entbündelt hat oder demnächst entbündeln wird. Denn beim entbündelten Anschluss ist die Geschwindigkeit oftmals schneller als mit ADSL, weil Sunrise auf eine moderene Technologie (ADSL2+) setzt. Ich persönlich surfe über den entbündelten Anschluss von Sunrise und habe in der Praxis eine Geschwindigkeit von über 13 MBit/s. Swisscom gibt an, dass ich mit ADSL nur 4.4 MBit/s erreichen könne, teilweise zeigte der Swisscom-Checker sogar nur 600 KBit/s an. Weshalb die Swisscom auf eine Technologie setzt, die in diesem Fall sogar 20mal langsamer ist, ist mir ein Rätsel.
Kunden von Swisscom können sich an den Kundendienst wenden und fordern, dass der ADSL-Anschluss zu einem VDSL-Anschluss migriert wird. Man benötigt zwar ein neues Modem - welches Swisscom kostenlos zur Verfügung stellt - , erhält dann aber mehr Geschwindigkeit. Teilweise muss der Kunde regelrecht um einen VDSL-Anschluss kämpfen, manchmal klappt es gleich auf Anhieb. Hier zeigt sich einmal mehr, dass der Slogal "Wir sind für Sie da" noch nicht immer auch im Alltag funktioniert.
Übrigens: VDSL ist bei etwa drei von vier Telefonanschlüssen verfügbar. Die Gebühr für ADSL bleibt bei 49 Franken pro Monat und dank VDSL profitiert der Kunde von der Geschwindigkeit, für die er bezahlt. Das Angebot gilt nur für Kunden von Swisscom/Bluewin, Kunden von anderen Anbietern können nicht auf VDSL mit einer Geschwindigkeit von 5000 KBit/s migrieren lassen.
Noch ein Tipp: Unter www.cnlab.ch/speedtest/ können Sie ganz einfach messen, wie schnell ihr Internet-Zugang wirklich ist.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte www.comparis.ch
Montag, 6. April 2009
Wieviel Bandbreite brauche ich?
Hier eine weitere Frage für meine regelmässige Rubrik "Antworten auf Fragen".
Angebote mit 1000 KBit/s (oder etwa 1 MBit/s) reichen völlig aus, wenn nur durchs Internet gesurft wird, Mails bearbeitet werden oder über Online-Banking das Konto verwaltet wird. Auch für das Ansehen von Videos und das Hören von Radios reicht die Bandbreite völlig aus.
Angebote mit 5000 KBit/s (oder etwa 5 MBit/s) sind in der Schweiz am meistverbreitesten. Wer häufig Videos und Musiksongs herunterlädt, wartet weniger lang, bis die Datei auf dem Computer ist. Ausserdem können auch Videostreams in einer besseren Qualität betrachtet werden, doch auch der Anbieter des Videostreams muss diese bessere Qualität erst mal anbieten.
Noch schnellere Angebote sind derzeit eigentlich Luxusprodukte und bieten eine noch schnellere Geschwindigkeit an. (Auch ich persönlich surfe mit einem 15'000 KBit/s-Angebot im Internet, wobei ich effektiv auf rund 13'000 KBit/s komme. Obwohl ich ansonsten von Luxus nicht viel halte, gönne ich mir diesen kleinen Luxus. Immerhin bezahle ich mit 69 Franken pro Monat für einen ADSL-Anschluss und einen Festnetz-Anschluss mit Festnetz-Flatrate weniger als die meisten Schweizer für einen langsameren Internet-Anschluss (mit notwendigem Festnetz-Anschluss)).
Vielen Kunden sind die Bezeichnung der Bandbreiten unklar. In der Regel sind 1000 Bit/s 1 KBit/s und 1024 KBit/s ein MBit/s. (Weshalb mal mit 1000 gerechnet wird, dann mit 1024 ist mir auch unklar. Anscheinend wird es nicht einheitlich gehandhabt.). Vereinfacht gesagt kann pro Sekunde mit einer Bandbreite von 1000 KBit/s oder etwa einem MBit/s 125 KByte übertragen werden. Um ein Megabyte zu übertragen, benötigt man also 8 Sekunden bei einer Geschwindigkeit von 1000 KBit/s oder etwa 1 MBit/s. Beträgt die Geschwindigkeit des Internet-Anschlusses 8000 KBit/s oder etwa 8 MBit/s, ist ein Megabyte in einer Sekunde übertragen. Doch es handelt sich um Maximalwerte, da die Daten manchmal aus technischen Gründen auch langsamer im Internet unterwegs sind.
Hier noch zur Informationn eine Tabelle mit den verschiedenen Geschwindigkeiten in unterschiedlichen Untereinheiten:
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte www.comparis.ch
Für welchen ADSL-Anschluss soll ich mich entscheiden? Welche Bandbreite brauche ich?Die Frage kann nicht sehr allgemein beantwortet werden. Denn es kommt vor allem auf das individuelle Nutzungsverhalten an.
Angebote mit 1000 KBit/s (oder etwa 1 MBit/s) reichen völlig aus, wenn nur durchs Internet gesurft wird, Mails bearbeitet werden oder über Online-Banking das Konto verwaltet wird. Auch für das Ansehen von Videos und das Hören von Radios reicht die Bandbreite völlig aus.
Angebote mit 5000 KBit/s (oder etwa 5 MBit/s) sind in der Schweiz am meistverbreitesten. Wer häufig Videos und Musiksongs herunterlädt, wartet weniger lang, bis die Datei auf dem Computer ist. Ausserdem können auch Videostreams in einer besseren Qualität betrachtet werden, doch auch der Anbieter des Videostreams muss diese bessere Qualität erst mal anbieten.
Noch schnellere Angebote sind derzeit eigentlich Luxusprodukte und bieten eine noch schnellere Geschwindigkeit an. (Auch ich persönlich surfe mit einem 15'000 KBit/s-Angebot im Internet, wobei ich effektiv auf rund 13'000 KBit/s komme. Obwohl ich ansonsten von Luxus nicht viel halte, gönne ich mir diesen kleinen Luxus. Immerhin bezahle ich mit 69 Franken pro Monat für einen ADSL-Anschluss und einen Festnetz-Anschluss mit Festnetz-Flatrate weniger als die meisten Schweizer für einen langsameren Internet-Anschluss (mit notwendigem Festnetz-Anschluss)).
Vielen Kunden sind die Bezeichnung der Bandbreiten unklar. In der Regel sind 1000 Bit/s 1 KBit/s und 1024 KBit/s ein MBit/s. (Weshalb mal mit 1000 gerechnet wird, dann mit 1024 ist mir auch unklar. Anscheinend wird es nicht einheitlich gehandhabt.). Vereinfacht gesagt kann pro Sekunde mit einer Bandbreite von 1000 KBit/s oder etwa einem MBit/s 125 KByte übertragen werden. Um ein Megabyte zu übertragen, benötigt man also 8 Sekunden bei einer Geschwindigkeit von 1000 KBit/s oder etwa 1 MBit/s. Beträgt die Geschwindigkeit des Internet-Anschlusses 8000 KBit/s oder etwa 8 MBit/s, ist ein Megabyte in einer Sekunde übertragen. Doch es handelt sich um Maximalwerte, da die Daten manchmal aus technischen Gründen auch langsamer im Internet unterwegs sind.
Hier noch zur Informationn eine Tabelle mit den verschiedenen Geschwindigkeiten in unterschiedlichen Untereinheiten:
1000 KBit/s = ca. 1 MBit/s
2000 KBit/s = ca. 2 MBit/s
5000 KBit/s = ca. 5 MBit/s
10000 KBit/s = ca. 10 MBit/s
15000 KBit/s = ca. 15 MBit/s
20000 KBit/s = ca. 20 MBit/s
25000 KBit/s = ca. 24 MBit/s
30000 KBit/s = ca. 29 MBit/s
50000 KBit/s = ca. 48 MBit/s
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte www.comparis.ch
Sonntag, 22. Februar 2009
Auch Degersheim muss Swisscom subventionieren
Vor etwa zwei Wochen schrieb ich in meinem Blog über den Fall der Gemeinde Altikon: Gemäss einem Artikel des Tages-Anzeigers muss Altikon Swisscom mit 36'000 Franken subventionieren oder es gibt in Altikon nur Internet mit einer Geschwindigkeit von 600 KBit/s (fünfmal langsamer als in der übrigen Schweiz).
Altikon ist längst nicht die einzige Gemeinde, die Swisscom subventionieren muss. In dieser Woche erschien auch im St. Galler Tagblatt der Artikel "Warten auf einen Anschluss". Damit die Einwohner von Degersheim einen schnellen Internet-Zugang erhalten, muss die Gemeinde nun 62'000 Franken an Swisscom bezahlen (siehe Info auf der Gemeinde-Seite). Sofern die Bevölkerung zustimmen wird, würde die Gemeinde 62'000 Franken an Swisscom bezahlen. Die Einwohner erhalten dann einen schnelleren Internet-Zugang, erhalten aber für die grosszügige Subvention keinen Rabatt und die Swisscom kann ihren bereits jetzt sehr hohen Gewinn um weitere 62'000 Franken erhöhen.
Ich persönlich finde das Verhalten von Swisscom skandalös. Swisscom betont immer, wie wichtig ihre volkswirtschaftliche Bedeutung ist. Nun, beim schnellen Internet-Zugang für Randregionen hört die volkswirtschaftliche Bedeutung auf. Statt dafür zu sorgen, dass im ganzen Land ein Internet-Zugang mit vernünftiger Geschwindigkeit verfügbar ist, zankt man lieber mit den Elektrizitätswerken um Glasfaser-Anschlüsse.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte www.comparis.ch
Altikon ist längst nicht die einzige Gemeinde, die Swisscom subventionieren muss. In dieser Woche erschien auch im St. Galler Tagblatt der Artikel "Warten auf einen Anschluss". Damit die Einwohner von Degersheim einen schnellen Internet-Zugang erhalten, muss die Gemeinde nun 62'000 Franken an Swisscom bezahlen (siehe Info auf der Gemeinde-Seite). Sofern die Bevölkerung zustimmen wird, würde die Gemeinde 62'000 Franken an Swisscom bezahlen. Die Einwohner erhalten dann einen schnelleren Internet-Zugang, erhalten aber für die grosszügige Subvention keinen Rabatt und die Swisscom kann ihren bereits jetzt sehr hohen Gewinn um weitere 62'000 Franken erhöhen.
Ich persönlich finde das Verhalten von Swisscom skandalös. Swisscom betont immer, wie wichtig ihre volkswirtschaftliche Bedeutung ist. Nun, beim schnellen Internet-Zugang für Randregionen hört die volkswirtschaftliche Bedeutung auf. Statt dafür zu sorgen, dass im ganzen Land ein Internet-Zugang mit vernünftiger Geschwindigkeit verfügbar ist, zankt man lieber mit den Elektrizitätswerken um Glasfaser-Anschlüsse.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte www.comparis.ch
Swisscom ist marktbeherrschend
Keine grosse Überraschung war letzten Donnerstag die Medienmitteilung von Swisscom. Inhalt: Das Bundesverwaltungsgericht hat festgestellt, dass Swisscom beim Breitband-Internet über eine marktbeherrschende Stellung verfügt.
Als Nebeneffekt muss Swisscom den sogenannten Bitstrom-Access anbieten. Da die alternativen Anbieter beim Bitstrom-Access ebenfalls in jeder einzelnen Telefonzentrale eigene Infrastruktur einbauen müssen - anders als im europäischen Ausland - dürfte der Bitstrom-Access in der Praxis keine grosse Bedeutung haben. Dazu kommt, dass der Bitstrom-Access nur für eine Zeit von 4 Jahren angeboten werden muss. Die Anbieter (und insbesondere Sunrise) dürften nun weiterhin die letzte Meile ausbauen und werden damit höchstens in Ausnahmefällen den Bitstrom-Access nutzen.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte von comparis.ch
Als Nebeneffekt muss Swisscom den sogenannten Bitstrom-Access anbieten. Da die alternativen Anbieter beim Bitstrom-Access ebenfalls in jeder einzelnen Telefonzentrale eigene Infrastruktur einbauen müssen - anders als im europäischen Ausland - dürfte der Bitstrom-Access in der Praxis keine grosse Bedeutung haben. Dazu kommt, dass der Bitstrom-Access nur für eine Zeit von 4 Jahren angeboten werden muss. Die Anbieter (und insbesondere Sunrise) dürften nun weiterhin die letzte Meile ausbauen und werden damit höchstens in Ausnahmefällen den Bitstrom-Access nutzen.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte von comparis.ch
Dienstag, 30. September 2008
Sunrise schluckt Schweizer Tele2
Gestern gab Sunrise die Übernahme von Tele2 bekannt. Für etwa 50 Millionen Franken übernimmt der zweitgrösste Schweizer Telekom-Anbieter die Schweizer Niederlassung von Tele2. Interessant ist vorallem der Festnetz-Kundenstamm von Tele2.
Dass ein weiterer wichtiger Anbieter verschwindet, finde ich sehr schade. Dies verringert den Wettbewerb. Insbesondere Tele2 hat sich über den Preis positioniert. (im Festnetz-Bereich war Tele2 zwar seit Jahren teurer als kleinere Mitbewerber, unter den grösseren Anbietern tendenziell eher günstiger. In letzter Zeit gelang es Tele2 im Festnetz-Bereich immer weniger, preislich ein attraktives Angebot anzubieten.)
Damit gibt es in der Schweiz nur noch vier grössere Anbieter für Privatkunden: Swisscom, Sunrise, Orange und Cablecom. Orange ist im Festnetz-Bereich derzeit (noch?) bedeutungslos, Cablecom im Mobilfunk-Bereich. Neben diesen grossen Anbietern gibt es weitere kleinere Anbieter, die insbesondere im Festnetz-Bereich attraktiv sind.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte www.comparis.ch
Dass ein weiterer wichtiger Anbieter verschwindet, finde ich sehr schade. Dies verringert den Wettbewerb. Insbesondere Tele2 hat sich über den Preis positioniert. (im Festnetz-Bereich war Tele2 zwar seit Jahren teurer als kleinere Mitbewerber, unter den grösseren Anbietern tendenziell eher günstiger. In letzter Zeit gelang es Tele2 im Festnetz-Bereich immer weniger, preislich ein attraktives Angebot anzubieten.)
Damit gibt es in der Schweiz nur noch vier grössere Anbieter für Privatkunden: Swisscom, Sunrise, Orange und Cablecom. Orange ist im Festnetz-Bereich derzeit (noch?) bedeutungslos, Cablecom im Mobilfunk-Bereich. Neben diesen grossen Anbietern gibt es weitere kleinere Anbieter, die insbesondere im Festnetz-Bereich attraktiv sind.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte www.comparis.ch
Sunrise letzte Meile: Schneller und günstiger
Seit einer guten Woche macht Sunrise in den grösseren Schweizer Städte Werbung für die letzte Meile. Das Angebot selbst ist bereits seit Juni verfügbar und lässt sich sehen. Es gibt insgesamt zwei Angebote: Der Telefonanschluss mit einem Internet-Zugang mit maximal 5'000 KBit/s kostet 59 Franken, 49 Franken (für Sunrise-Mobilfunk-Kunden) bzw. 30 Franken (für Kunden, die mit dem Mobilfunk-Abo Zero Plus oder Max telefonieren). Die bisher übliche Telefonanschlussgebühr von 25.25 Franken fällt nicht mehr an. Damit ist Sunrise massiv günstiger als die anderen Anbieter.
Das zweite Angebot beinhaltet einen Telefonanschluss mit einem Internet-Zugang mit maximal 15'000 KBit/s und kostet 79 Franken, 69 Franken (für Sunrise-Mobilfunk-Kunden) bzw. 50 Franken (für Kunden, die mit dem Mobilfunk-Abo Zero Plus oder Max telefonieren). Auch hier entfällt die bisher übliche Telefonanschlussgebühr von 25.25 Franken. Ausserdem sind beliebig viele Anrufe ohne zusätzliche Kosten ins Schweizer Festnetz möglich.
Ich surfe seit etwa sechs Wochen mit diesem Angebot und bin damit sehr zufrieden. Obwohl die Distanz zur Telefonzentrale mehr als 2 1/2 Kilometer beträgt, surfe ich mit einer Geschwindigkeit von 13'000 KBit/s. Bei Swisscom hätte ich mit ADSL maximal 4'400 KBit/s und müsste zudem mehr bezahlen. Sunrise setzt stark auf ADSL2+, Swisscom hingegen auf VDSL.
Wie man sieht, kann es sich lohnen, sich bei Swisscom und Sunrise über die Geschwindigkeit zu informieren. Anhand meines Anschlusses sieht man deutlich, dass die Differenzen zwischen Sunrise und Swisscom gewaltig sein können. Sunrise müsste übrigens noch einwenig an den Angaben zur Geschwindigkeit auf ihrer Website arbeiten. Manchmal wird eine zu geringe maximale Geschwindigkeit angezeigt.
Das Angebot von Sunrise ist erst in den grösseren Städten verfügbar.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte www.comparis.ch
Das zweite Angebot beinhaltet einen Telefonanschluss mit einem Internet-Zugang mit maximal 15'000 KBit/s und kostet 79 Franken, 69 Franken (für Sunrise-Mobilfunk-Kunden) bzw. 50 Franken (für Kunden, die mit dem Mobilfunk-Abo Zero Plus oder Max telefonieren). Auch hier entfällt die bisher übliche Telefonanschlussgebühr von 25.25 Franken. Ausserdem sind beliebig viele Anrufe ohne zusätzliche Kosten ins Schweizer Festnetz möglich.
Ich surfe seit etwa sechs Wochen mit diesem Angebot und bin damit sehr zufrieden. Obwohl die Distanz zur Telefonzentrale mehr als 2 1/2 Kilometer beträgt, surfe ich mit einer Geschwindigkeit von 13'000 KBit/s. Bei Swisscom hätte ich mit ADSL maximal 4'400 KBit/s und müsste zudem mehr bezahlen. Sunrise setzt stark auf ADSL2+, Swisscom hingegen auf VDSL.
Wie man sieht, kann es sich lohnen, sich bei Swisscom und Sunrise über die Geschwindigkeit zu informieren. Anhand meines Anschlusses sieht man deutlich, dass die Differenzen zwischen Sunrise und Swisscom gewaltig sein können. Sunrise müsste übrigens noch einwenig an den Angaben zur Geschwindigkeit auf ihrer Website arbeiten. Manchmal wird eine zu geringe maximale Geschwindigkeit angezeigt.
Das Angebot von Sunrise ist erst in den grösseren Städten verfügbar.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
Telekom-Experte www.comparis.ch
Donnerstag, 7. August 2008
ADSL schneller und komplizierter
In diesen Tagen wird ADSL wieder mal schneller. Zumindest für die Kunden, die Glück haben. Denn nur jeder zweite Kunde surft dann auch wirklich mit einer Geschwindigkeit von 5'000 KBit/s im Internet. Wichtigste Voraussetzung ist übrigens die Leitungslänge zwischen Swisscom-Telefonzentrale und Kunde.
Man stelle sich das Ganze einmal vor. Als Beispiel nehmen wir statt einem Internet-Zugang Cola-Flaschen. Das kann man sich bildlich vorstellen: Nur jede zweite Flasche ist gefüllt, manchmal ist eine Flasche nur halbvoll, manchmal nur zu einem Drittel und manchmal auch zu 2/3 oder 3/4 gefüllt. Dem Kunden würden die halbvollen Flaschen auffallen und entsprechend würde er nur die vollen Flaschen kaufen. Ausserdem hätte der Cola-Hersteller wohl auch ein Imageproblem und Probleme mit Konkurrenten und Behörden.
Was bei Cola undenkbar ist, ist hingegen im Internet-Zugang üblich. Jeder zweite Kunde erhält weniger Leistung als er eigentlich bezahlt.
Nicht nur schneller - oder je nach Kunde auch nicht - wurde ADSL, sondern auch komplizierter. Bereits beim iPhone hat man komplizierte Preispläne auf den Markt geworfen, nun auch bei ADSL. Neu gibt es mit DSL start ein ADSL-Angebot ohne Grundgebühr, dafür kostet jede Surfstunde 3 Franken. Bereits bisher gab es DSL basic mit 9 Franken Grundgebühr und 2.40 Franken für jede Surfstunde.
Endlich gibt es auch eine Flatrate zu einem günstigeren Preis. Für 34 Franken kann der Kunde unbeschränkt im Internet surfen. Die Geschwindigkeit beträgt zwar nur 1'000 KBit/s im Downstream. Doch diese Geschwindigkeit dürfte für viele Kunden mehr als ausreichend sein. Für ein wenig Surfen, Online-Banking und Online-Shoping braucht es keine höhere Geschwindigkeit.
Übrigens: ADSL wird nicht nur bei Swisscom schneller, sondern auch bei allen anderen Anbietern. Die Alternativ-Anbieter wie Sunrise oder Tele2 sind lediglich Wiederverkäufer des ADSL-Produkts von Swisscom. (Einzige Ausnahme sind Kunden, die bereits über eine entbündelte Telefonleitung angeschlossen sind. Derzeit gibt es in der Schweiz jedoch weniger als 3'000 entbündelte Telefonleitungen.)
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Man stelle sich das Ganze einmal vor. Als Beispiel nehmen wir statt einem Internet-Zugang Cola-Flaschen. Das kann man sich bildlich vorstellen: Nur jede zweite Flasche ist gefüllt, manchmal ist eine Flasche nur halbvoll, manchmal nur zu einem Drittel und manchmal auch zu 2/3 oder 3/4 gefüllt. Dem Kunden würden die halbvollen Flaschen auffallen und entsprechend würde er nur die vollen Flaschen kaufen. Ausserdem hätte der Cola-Hersteller wohl auch ein Imageproblem und Probleme mit Konkurrenten und Behörden.
Was bei Cola undenkbar ist, ist hingegen im Internet-Zugang üblich. Jeder zweite Kunde erhält weniger Leistung als er eigentlich bezahlt.
Nicht nur schneller - oder je nach Kunde auch nicht - wurde ADSL, sondern auch komplizierter. Bereits beim iPhone hat man komplizierte Preispläne auf den Markt geworfen, nun auch bei ADSL. Neu gibt es mit DSL start ein ADSL-Angebot ohne Grundgebühr, dafür kostet jede Surfstunde 3 Franken. Bereits bisher gab es DSL basic mit 9 Franken Grundgebühr und 2.40 Franken für jede Surfstunde.
Endlich gibt es auch eine Flatrate zu einem günstigeren Preis. Für 34 Franken kann der Kunde unbeschränkt im Internet surfen. Die Geschwindigkeit beträgt zwar nur 1'000 KBit/s im Downstream. Doch diese Geschwindigkeit dürfte für viele Kunden mehr als ausreichend sein. Für ein wenig Surfen, Online-Banking und Online-Shoping braucht es keine höhere Geschwindigkeit.
Übrigens: ADSL wird nicht nur bei Swisscom schneller, sondern auch bei allen anderen Anbietern. Die Alternativ-Anbieter wie Sunrise oder Tele2 sind lediglich Wiederverkäufer des ADSL-Produkts von Swisscom. (Einzige Ausnahme sind Kunden, die bereits über eine entbündelte Telefonleitung angeschlossen sind. Derzeit gibt es in der Schweiz jedoch weniger als 3'000 entbündelte Telefonleitungen.)
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Mittwoch, 13. Februar 2008
Gratis-Internet von Sunrise
Heute hat sich Sunrise geoutet: Sunrise stand hinter der Marketing-Aktion für kostenloses Internet. Zahlreiche Blogger hatten spekuliert und schliesslich wurde immer klarer, dass Sunrise hinter der Aktion stehen muss. Ich habe in meinem Blog geschrieben, dass ich Cablecom und ein WLAN-Anbieter hinter der Aktion vermute, weil ein Alternativ-Anbieter ein ein solches Angebot kaum finanzieren kann. Zu dieser Aussage kann ich stehen und diese gilt auch heute noch. Selbst Sunrise gibt gegenüber der Handelszeitung zu, dass man draufzahlt.
Das Angebot von Sunrise sieht folgendermassen aus: Kunden, die einen Festnetz-Anschluss (30 Franken pro Monat) von Sunrise sowie ein Mobilfunk-Abo (entweder Sunrise Zero Plus oder Sunrise Max; mindestens 50 Franken pro Monat) haben, erhalten den ADSL-Zugang umsonst.
Das Gratis-Internet ist natürlich nicht gratis, da die Kunden pro Jahr fast 1'000 Franken für den notwendigen Festnetz- und Mobilfunkanschluss bezahlen müssen (Festnetz-Anschluss und Mindestumsatz von CHF 50 beim Handy-Abo).
Für die Kunden ist es ein sehr gutes Angebot. Berechnungen von comparis.ch zeigen, dass fast alle Kunden profitieren können. Lediglich wer heute weniger als ca. 2 Stunden pro Monat mit einem günstigen Prepaid-Angebot telefoniert, mit Cablecom via Kabelnetz im Internet surft und keinen Festnetz-Anschluss benötigt, fährt damit meistens ohne dem neuen Sunrise-Angebot Freeinternet besser.
Ein grosser Nachteil ist, dass die Kunden, die heute mit einem Swisscom- und Orange-Abo telefonieren, nicht einfach so wechseln können. Entweder man bezahlt als Kunde eine hohe Busse (bis zu 600 Franken) bei vorzeitiger Vertragsauflösung oder man wartet bis zu 2 Jahre, bis man den Mobilfunk-Anbieter dann endlich wechseln kann. Kunden, die das Angebot also durchaus interessant finden, können also nicht sofort wechseln und profitieren daher auch nicht sofort vom Gratis-Internet. Wer bereits über Sunrise mit dem Handy telefoniert, kann hingegen problemlos wechseln und sofort profitieren. Das Angebot gilt nur, wenn die Anmeldung bis Ende April 2008 erfolgt ist.
Pro Freeinternet-Kunde bezahlt Sunrise derzeit rund 61 Franken pro Monat an Swisscom, ohne dass der Kunde auch nur eine Minute telefoniert hat. Die Marge beträgt bei vielen Kunden nur rund 20 Franken und ist sehr gering und dürfte kaum ausreichen, um alle Kosten wie z.B. das subventionierte Handy, den Kundendienst, die notwendige Infrastruktur (z.B. das Mobilfunknetz), das Inkasso oder die Werbung zu refinanzieren. Mit der Nutzung der entbündelten Anschlüsse (letzte Meile) werden sich die Kosten, die an Swisscom bezahlt werden müssen, zwar reduzieren. Gleichzeitig muss Sunrise viel Geld in eigene Infrastruktur investieren, was natürlich ebenfalls einen Einfluss auf die Kosten hat.
Bereits 1999 wurde "Gratis-Internet" eingeführt, beim damals üblichen Internet-Zugang über ein Modem. Vorher mussten die Kunden ein separates Internet-Abo bezahlen und zusätzlich die Telefongebühren. Mit der Einführung von Gratis-Internet wurden nur noch die Telefongebühren für die Internet Einwahl berechnet. Damals haben innerhalb kürzerste Zeit alle Marktteilnehmer wie z.B. Swisscom reagiert und ebenfalls Gratis-Internet eingeführt. Es wird sich zeigen, ob auch diesmal die Konkurrenz-Anbieter ebenfalls nachziehen werden und auch ein ADSL-Angebot ohne Monatsgebühr lancieren werden.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Das Angebot von Sunrise sieht folgendermassen aus: Kunden, die einen Festnetz-Anschluss (30 Franken pro Monat) von Sunrise sowie ein Mobilfunk-Abo (entweder Sunrise Zero Plus oder Sunrise Max; mindestens 50 Franken pro Monat) haben, erhalten den ADSL-Zugang umsonst.
Das Gratis-Internet ist natürlich nicht gratis, da die Kunden pro Jahr fast 1'000 Franken für den notwendigen Festnetz- und Mobilfunkanschluss bezahlen müssen (Festnetz-Anschluss und Mindestumsatz von CHF 50 beim Handy-Abo).
Für die Kunden ist es ein sehr gutes Angebot. Berechnungen von comparis.ch zeigen, dass fast alle Kunden profitieren können. Lediglich wer heute weniger als ca. 2 Stunden pro Monat mit einem günstigen Prepaid-Angebot telefoniert, mit Cablecom via Kabelnetz im Internet surft und keinen Festnetz-Anschluss benötigt, fährt damit meistens ohne dem neuen Sunrise-Angebot Freeinternet besser.
Ein grosser Nachteil ist, dass die Kunden, die heute mit einem Swisscom- und Orange-Abo telefonieren, nicht einfach so wechseln können. Entweder man bezahlt als Kunde eine hohe Busse (bis zu 600 Franken) bei vorzeitiger Vertragsauflösung oder man wartet bis zu 2 Jahre, bis man den Mobilfunk-Anbieter dann endlich wechseln kann. Kunden, die das Angebot also durchaus interessant finden, können also nicht sofort wechseln und profitieren daher auch nicht sofort vom Gratis-Internet. Wer bereits über Sunrise mit dem Handy telefoniert, kann hingegen problemlos wechseln und sofort profitieren. Das Angebot gilt nur, wenn die Anmeldung bis Ende April 2008 erfolgt ist.
Pro Freeinternet-Kunde bezahlt Sunrise derzeit rund 61 Franken pro Monat an Swisscom, ohne dass der Kunde auch nur eine Minute telefoniert hat. Die Marge beträgt bei vielen Kunden nur rund 20 Franken und ist sehr gering und dürfte kaum ausreichen, um alle Kosten wie z.B. das subventionierte Handy, den Kundendienst, die notwendige Infrastruktur (z.B. das Mobilfunknetz), das Inkasso oder die Werbung zu refinanzieren. Mit der Nutzung der entbündelten Anschlüsse (letzte Meile) werden sich die Kosten, die an Swisscom bezahlt werden müssen, zwar reduzieren. Gleichzeitig muss Sunrise viel Geld in eigene Infrastruktur investieren, was natürlich ebenfalls einen Einfluss auf die Kosten hat.
Bereits 1999 wurde "Gratis-Internet" eingeführt, beim damals üblichen Internet-Zugang über ein Modem. Vorher mussten die Kunden ein separates Internet-Abo bezahlen und zusätzlich die Telefongebühren. Mit der Einführung von Gratis-Internet wurden nur noch die Telefongebühren für die Internet Einwahl berechnet. Damals haben innerhalb kürzerste Zeit alle Marktteilnehmer wie z.B. Swisscom reagiert und ebenfalls Gratis-Internet eingeführt. Es wird sich zeigen, ob auch diesmal die Konkurrenz-Anbieter ebenfalls nachziehen werden und auch ein ADSL-Angebot ohne Monatsgebühr lancieren werden.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Sonntag, 3. Februar 2008
Letzte Meile von VTX
Am letzten Donnerstag gab VTX die Lancierung eines ADSL2-Angebotes mit 5000 KBit/s für 34 Franken bekannt. Dieses Angebot basiert auf der entbündelten letzten Meile. Die Alternative-Anbieter wie VTX oder Sunrise dürfen von Swisscom die Kupferleitung zwischen dem Endkunden und der Telefonzentrale mieten und in der Telefonzentrale dafür notwendige eigene Infrastruktur einbauen.
Obwohl VTX die 25.25 Franken für den Swisscom-Telefonanschluss nicht bezahlen muss, verrechnet VTX den Preis von 25.25 Franken für den Telefonanschluss zusätzlich zu den 34 Franken. (VTX muss natürlich an Swisscom rund 33 Franken für die Miete der Kupferleitung bezahlen, dafür entfällt die ADSL-Gebühr von rund 30 Franken pro Monat). Der Kunde muss für den 5000er-Anschluss also effektiv 59.25 Franken inklusive Telefonanschluss bezahlen.
Das Angebot ist derzeit vor allem in den Städten Genf, Basel und Lausanne verfügbar. In der Stadt Zürich ist das Angebot z.B. in Zürich Enge verfügbar (wie Thomas Benkö schreibt), aber ich in Zürich Höngg gehe wieder mal leer aus (Auch Bluewin-TV, VDSL und schnelles ADSL von Swisscom ist bei mir nicht erhältlich).
Gemäss Angaben von VTX können derzeit Kunden, die an rund 50 Telefonzentralen angeschlossen sind, von diesem Angebot profitieren, bis Mitte Jahr sollen es rund 100 Telefonzentralen sein. Zum Vergleich: In der Schweiz gibt es rund 1'500 Telefonzentralen von Swisscom. VTX soll bisher rund 8 Millionen Franken ausgegeben haben, das wären dann rund 160'000 Franken pro Telefonzentrale.
Selbst wenn man die 25.25 Franken für den Telefonanschluss einrechnet ist das Angebot von VTX mit 59.25 Franken pro Monat preislich attraktiv. Denn ein vergleichbares Angebot von Swisscom/Bluewin kostet rund 84.25 Franken, das sind 25 Franken mehr als bei VTX.
Der grosse Unterschied zwischen VTX und Swisscom ist jedoch: VTX ist nur an einigen Orten verfügbar, das Angebot von Swisscom hingegen in weiten Teilen der Schweiz.
Ich würde im Moment dennoch noch zuwarten und mal sehen, was andere Anbieter wie z.B. Sunrise oder Tele2 in nächster Zeit so alles auf den Markt werfen werden.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Obwohl VTX die 25.25 Franken für den Swisscom-Telefonanschluss nicht bezahlen muss, verrechnet VTX den Preis von 25.25 Franken für den Telefonanschluss zusätzlich zu den 34 Franken. (VTX muss natürlich an Swisscom rund 33 Franken für die Miete der Kupferleitung bezahlen, dafür entfällt die ADSL-Gebühr von rund 30 Franken pro Monat). Der Kunde muss für den 5000er-Anschluss also effektiv 59.25 Franken inklusive Telefonanschluss bezahlen.
Das Angebot ist derzeit vor allem in den Städten Genf, Basel und Lausanne verfügbar. In der Stadt Zürich ist das Angebot z.B. in Zürich Enge verfügbar (wie Thomas Benkö schreibt), aber ich in Zürich Höngg gehe wieder mal leer aus (Auch Bluewin-TV, VDSL und schnelles ADSL von Swisscom ist bei mir nicht erhältlich).
Gemäss Angaben von VTX können derzeit Kunden, die an rund 50 Telefonzentralen angeschlossen sind, von diesem Angebot profitieren, bis Mitte Jahr sollen es rund 100 Telefonzentralen sein. Zum Vergleich: In der Schweiz gibt es rund 1'500 Telefonzentralen von Swisscom. VTX soll bisher rund 8 Millionen Franken ausgegeben haben, das wären dann rund 160'000 Franken pro Telefonzentrale.
Selbst wenn man die 25.25 Franken für den Telefonanschluss einrechnet ist das Angebot von VTX mit 59.25 Franken pro Monat preislich attraktiv. Denn ein vergleichbares Angebot von Swisscom/Bluewin kostet rund 84.25 Franken, das sind 25 Franken mehr als bei VTX.
Der grosse Unterschied zwischen VTX und Swisscom ist jedoch: VTX ist nur an einigen Orten verfügbar, das Angebot von Swisscom hingegen in weiten Teilen der Schweiz.
Ich würde im Moment dennoch noch zuwarten und mal sehen, was andere Anbieter wie z.B. Sunrise oder Tele2 in nächster Zeit so alles auf den Markt werfen werden.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Infinity-Pauschaltarif von Swisscom
Dass es im Telekom-Markt ruhig ist, konnte man bereits bisher nicht behaupten. Doch die Anbieter haben im 2008 noch einen Zacken zugelegt und lancieren ein neues Angebot nach dem anderen. Nachdem Swisscom vor knapp zwei Wochen ein neues Jugendangebot (werde dazu noch was schreiben....) lanciert hat, nun die nächste Offensive: Infinity.
Für 69 Franken pro Monat gibt es einen ADSL/VDSL-Internetzugang sowie eine wirklich unbegrenzte Festnetz-Flatrate. Der Kunde kann sich entweder für ADSL (je nach Wohnort mit einer Geschwindigkeit von bis zu 5000 KBit/s) oder für VDSL (bis zu 20'000 KBit/s) entscheiden. Der Preis von 69 Franken gilt unabhängig davon, mit welcher Geschwindigkeit der Kunde im Internet surf. Wer über VDSL surfen möchte und bisher weder VDSL noch Bluewin-TV hatte, muss eine einmalige Installationsgebühr von 95 Franken bezahlen.
Die Flatrate ist im Gegensatz zu zahlreichen Angeboten wirklich unbegrenzt. Bisher gab es bei entsprechenden Angeboten oft Einschränkungen, wie z.B. maximal 300 oder 600 Anrufe oder maximal 1000 Minuten pro Monat.
Eine grosse Einschränkung gibt es allerdings doch: Anrufe auf die Mobilfunk-Netze werden normal berechnet. Gerade diese Anrufe belasten die Telefonrechnung häufig stark. Denn die Kosten für Anrufe auf Mobilfunknetze mit rund 30 bis 50 Rappen pro Minute sind immer noch sehr hoch. Nicht zuletzt, da die Mobilfunk-Anbieter immer noch sehr hohe Terminierungsgebühren für ankommende Anrufe verlangen.
Wer wie die meisten Kunden nur ab und zu im Internet herumsurft, einige Mails beantwortet und gelegentlich einen Online-Banking-Auftrag erteilt, benötigt kein schnelleres Internet-Angebot. Wenn der Haushalt regelmässig für 20 Franken aus dem Festnetz auf andere Schweizer Festnetz-Nummern anruft, dann ist Infinity eine lohnende Sache.
Wer gerne einen schnelleren Internet-Zugang hat, kann von Infinity nur profieren. Denn der 20000er-VDSL-Anschluss ist gleich teuer wie Infinity. Man bezahlt also den gleichen Preis und erhält kostenlos noch eine Festnetz-Flatrate.
In nächster Zeit dürfte auch aufgrund der Entbündelung der letzten Meile neue Angebote auf den Markt kommen. Wer in den grösseren Städten wohnt, sollte vielleicht noch warten und sehen, welche Angebote auf den Markt kommen.
Es bleibt so oder so spannend.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Für 69 Franken pro Monat gibt es einen ADSL/VDSL-Internetzugang sowie eine wirklich unbegrenzte Festnetz-Flatrate. Der Kunde kann sich entweder für ADSL (je nach Wohnort mit einer Geschwindigkeit von bis zu 5000 KBit/s) oder für VDSL (bis zu 20'000 KBit/s) entscheiden. Der Preis von 69 Franken gilt unabhängig davon, mit welcher Geschwindigkeit der Kunde im Internet surf. Wer über VDSL surfen möchte und bisher weder VDSL noch Bluewin-TV hatte, muss eine einmalige Installationsgebühr von 95 Franken bezahlen.
Die Flatrate ist im Gegensatz zu zahlreichen Angeboten wirklich unbegrenzt. Bisher gab es bei entsprechenden Angeboten oft Einschränkungen, wie z.B. maximal 300 oder 600 Anrufe oder maximal 1000 Minuten pro Monat.
Eine grosse Einschränkung gibt es allerdings doch: Anrufe auf die Mobilfunk-Netze werden normal berechnet. Gerade diese Anrufe belasten die Telefonrechnung häufig stark. Denn die Kosten für Anrufe auf Mobilfunknetze mit rund 30 bis 50 Rappen pro Minute sind immer noch sehr hoch. Nicht zuletzt, da die Mobilfunk-Anbieter immer noch sehr hohe Terminierungsgebühren für ankommende Anrufe verlangen.
Wer wie die meisten Kunden nur ab und zu im Internet herumsurft, einige Mails beantwortet und gelegentlich einen Online-Banking-Auftrag erteilt, benötigt kein schnelleres Internet-Angebot. Wenn der Haushalt regelmässig für 20 Franken aus dem Festnetz auf andere Schweizer Festnetz-Nummern anruft, dann ist Infinity eine lohnende Sache.
Wer gerne einen schnelleren Internet-Zugang hat, kann von Infinity nur profieren. Denn der 20000er-VDSL-Anschluss ist gleich teuer wie Infinity. Man bezahlt also den gleichen Preis und erhält kostenlos noch eine Festnetz-Flatrate.
In nächster Zeit dürfte auch aufgrund der Entbündelung der letzten Meile neue Angebote auf den Markt kommen. Wer in den grösseren Städten wohnt, sollte vielleicht noch warten und sehen, welche Angebote auf den Markt kommen.
Es bleibt so oder so spannend.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Sonntag, 27. Januar 2008
Nacktes ADSL: Gute Idee, schlechte Umsetzung
Bereits im November hat Swisscom über ein Interview in der "NZZ am Sonntag" nacktes ADSL angekündigt. (siehe auch meine beiden Blogbeiträge dazu Preissenkung beim Internet unrealistisch, Swisscom Mogelpackung Nacktes DSL). Nun hat Swisscom am letzten Freitag einige Neuerungen rund um nacktes ADSL kommuniziert.
Die Idee eines ADSL-Anschlusses ohne Telefonlinie ist sehr gut. Viel Personen haben den Festnetz-Anschluss nur noch, weil dieser bisher Voraussetzung für ADSL gewesen ist. Die Idee ist sehr gut, doch mit den nun veröffentlichten Konditionen dürfte Nacktes DSL in der Schweiz scheitern. Die Umsetzung ist schlecht und Swisscom müsste eigentlich nachbessern. Doch wohl will Swisscom sich selber nicht zu stark konkurrenzieren.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Die Idee eines ADSL-Anschlusses ohne Telefonlinie ist sehr gut. Viel Personen haben den Festnetz-Anschluss nur noch, weil dieser bisher Voraussetzung für ADSL gewesen ist. Die Idee ist sehr gut, doch mit den nun veröffentlichten Konditionen dürfte Nacktes DSL in der Schweiz scheitern. Die Umsetzung ist schlecht und Swisscom müsste eigentlich nachbessern. Doch wohl will Swisscom sich selber nicht zu stark konkurrenzieren.
- Ab April 2008 wird es Nacktes DSL auch mit einer Geschwindigkeit von 3500/300 geben. Die meisten Kunden surfen mit dieser Geschwindigkeit im Internet. Der Einkaufspreis ist jedoch ein Witz: 46 Franken pro Monat, zusätzlich kommen noch rund etwa 6 Franken für die Datenübertragung dazu sowie die Mehrwertsteuern. Alleine an Swisscom und die Steuerverwaltung müssen 56 Franken überwiesen werden. Üblicherweise kostet ADSL den Endkunden 49 Franken und nach der neuesten Preissenkung dürften rund 37 Franken davon an Swisscom abgeliefert werden. Der Alternativ-Anbieter hat weitere Ausgaben z.B. für Modem, Administration, Kundendienst, Inkasso, Internet-Bandbreite und muss diese auch noch finanzieren. Der Einstandspreis ist schlichtweg zu hoch, um damit ein attraktives Angebot lancieren zu können.
- Bei Swisscom erhalte ich bereits heute ein ADSL-Anschluss von Bluewin z.B. für 49 Franken (also für weniger als der Alternativ-Anbieter an Swisscom bezahle muss) und kann auf den Festnetz-Anschluss verzichten, wenn ich mit einem Swisscom-Handy telefoniere.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
ADSL: Wettbewerb oder nicht?
In der bereits erwähnten Medienmitteilung, in der Swisscom die Reduktion der Grosshandelspreise für ADSL kommunizierte, gab es auch einen interessanten Abschnitt zum Thema Wettbewerb.
Swisscom schrieb:
"Wettbewerb spielt: Hohe Breitbandnutzung zu günstigen Preisen
Der Schweizer Breitbandmarkt liegt im internationalen Vergleich gemäss OECD auf einem Spitzenplatz: Die Preise bezogen auf die Bandbreite liegen weltweit im günstigsten Viertel der Länder. Bezüglich der Nutzung von Breitbandangeboten liegt die Schweiz gar auf dem 3. Platz (DSL und Kabelnetze).
Diese Spitzenwerte sind auch auf den intensiven Wettbewerb in unserem Land zurückzuführen: Die Schweiz verfügt über eine sehr gute Abdeckung mit konkurrierenden Infrastrukturen von Swisscom und den verschiedenen Kabelnetzbetreibern. Swisscom bietet seit Jahren im ganzen Land kommerzielle DSL-Angebote für Wiederverkäufer (Wholesale) an. Über 20 Internet Service Provider nutzen diese Angebote und stehen untereinander und mit Swisscom in einem Dienstewettbewerb. "
Es ist zwar zweifelsohne richtig, dass die Schweizer Breitband-Internet sehr intensiv nutzen. Dies liegt jedoch meiner Meinung nach nicht am Wettbewerb.
Ich teile die Meinung von Swisscom nicht. Der Wettbewerb bei ADSL spielt nicht. Swisscom diktiert sowohl die Einstandspreise wie auch die Endkundenpreise. Denn bisher gingen 83% der vom Kunden bezahlten 49 Franken für den Breitband-Anschluss direkt an Swisscom. Die Anbieter haben mit ADSL bereits heute häufig drauf bezahlt und konnten ADSL nur mit Quersubventionierung von anderen Produkten (z.B. Telefonie-Dienstleistungen) finanzieren.
Auch der Wettbewerb mit den Kabelnetzen wie z.B. Cablecom spielt meiner Meinung nach nicht. Es ist zwar richtig, dass in den letzten Jahren regelmässig die Geschwindigkeiten für ADSL und Kabelinternet erhöht worden sind, doch die Preise haben sich nicht verändert. Cablecom profitiert von den hohen Swisscom-Preise und nimmt gerne mit höheren Preisen mehr Geld ein. In Europa hingegen wurde der breitbandige Internet-Anschluss meist billiger. In der Schweiz gibt es keine vernünftigen Einsteiger-Angebote für die breite Masse. Warum nicht ein Einsteiger-Angebot mit 2000/300 für 29 Franken pro Monat, mit Flatrate. Ein solches Angebot wäre für viele Kunden interessant und es gäbe ein solches wahrscheinlich bereits, wenn denn der Wettbewerb wirklich spielen würde.
Auch der Blick ins Ausland zeigt, dass wir für Breitband-Internet immer noch massiv zu viel bezahlen: In Frankreicht gibt es für rund 30 Euro - also etwa 50 Franken - ein Komplettpaket mit schnellem Internet (20 MBit/s), Telefonanschluss inkl. kostenlosen Festnetz-Gesprächen in rund 50 Länder, attraktives TV-Angebot inkl. HD-TV. In der Schweiz muss für ein vergleichbares Angebot über 160 Franken bezahlt werden. Und die Verbindungskosten für die Telefongespräche ins Festnetz müssen noch separat bezahlt werden, während diese in Frankreich bereits inklusive sind.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Swisscom schrieb:
"Wettbewerb spielt: Hohe Breitbandnutzung zu günstigen Preisen
Der Schweizer Breitbandmarkt liegt im internationalen Vergleich gemäss OECD auf einem Spitzenplatz: Die Preise bezogen auf die Bandbreite liegen weltweit im günstigsten Viertel der Länder. Bezüglich der Nutzung von Breitbandangeboten liegt die Schweiz gar auf dem 3. Platz (DSL und Kabelnetze).
Diese Spitzenwerte sind auch auf den intensiven Wettbewerb in unserem Land zurückzuführen: Die Schweiz verfügt über eine sehr gute Abdeckung mit konkurrierenden Infrastrukturen von Swisscom und den verschiedenen Kabelnetzbetreibern. Swisscom bietet seit Jahren im ganzen Land kommerzielle DSL-Angebote für Wiederverkäufer (Wholesale) an. Über 20 Internet Service Provider nutzen diese Angebote und stehen untereinander und mit Swisscom in einem Dienstewettbewerb. "
Es ist zwar zweifelsohne richtig, dass die Schweizer Breitband-Internet sehr intensiv nutzen. Dies liegt jedoch meiner Meinung nach nicht am Wettbewerb.
Ich teile die Meinung von Swisscom nicht. Der Wettbewerb bei ADSL spielt nicht. Swisscom diktiert sowohl die Einstandspreise wie auch die Endkundenpreise. Denn bisher gingen 83% der vom Kunden bezahlten 49 Franken für den Breitband-Anschluss direkt an Swisscom. Die Anbieter haben mit ADSL bereits heute häufig drauf bezahlt und konnten ADSL nur mit Quersubventionierung von anderen Produkten (z.B. Telefonie-Dienstleistungen) finanzieren.
Auch der Wettbewerb mit den Kabelnetzen wie z.B. Cablecom spielt meiner Meinung nach nicht. Es ist zwar richtig, dass in den letzten Jahren regelmässig die Geschwindigkeiten für ADSL und Kabelinternet erhöht worden sind, doch die Preise haben sich nicht verändert. Cablecom profitiert von den hohen Swisscom-Preise und nimmt gerne mit höheren Preisen mehr Geld ein. In Europa hingegen wurde der breitbandige Internet-Anschluss meist billiger. In der Schweiz gibt es keine vernünftigen Einsteiger-Angebote für die breite Masse. Warum nicht ein Einsteiger-Angebot mit 2000/300 für 29 Franken pro Monat, mit Flatrate. Ein solches Angebot wäre für viele Kunden interessant und es gäbe ein solches wahrscheinlich bereits, wenn denn der Wettbewerb wirklich spielen würde.
Auch der Blick ins Ausland zeigt, dass wir für Breitband-Internet immer noch massiv zu viel bezahlen: In Frankreicht gibt es für rund 30 Euro - also etwa 50 Franken - ein Komplettpaket mit schnellem Internet (20 MBit/s), Telefonanschluss inkl. kostenlosen Festnetz-Gesprächen in rund 50 Länder, attraktives TV-Angebot inkl. HD-TV. In der Schweiz muss für ein vergleichbares Angebot über 160 Franken bezahlt werden. Und die Verbindungskosten für die Telefongespräche ins Festnetz müssen noch separat bezahlt werden, während diese in Frankreich bereits inklusive sind.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Internet wird kaum guenstiger, ausser Bluewin senkt den Preis
Letzte Woche lag ich leider krank im Bett. Aus Telekom-Sicht war es eine spannende Woche, die ich gerne jetzt noch kommentiere.
Am Freitag versendete Swisscom eine Medienmitteilung, in der die Senkung der Grosshandelspreise für ADSL angekündigt wird.
Die Grosshandelspreise - häufiger auch Wholesale-Preise genannt - müssen die Alternativ-Anbieter an Swisscom bezahlen, wenn sie ADSL anbieten. (Eine andere Möglichkeit wäre das Mieten der entbündelten letzten Meile, was derzeit noch selten von den Alternativ-Anbietern angeboten wird. In diesem Fall müssten die Alternativ-Anbieter zwar auch Grosshandelspreise bezahlen. Da es sich um eine andere Dienstleistung handelt, sind es jedoch andere Grosshandelspreise.) Zusätzlich haben die Alternativ-Anbieter mit ADSL noch weitere Kosten wie z.B. Kundendienst, Subventionierung Hotline, Administration, Inkasso und die Verbindung ins Internet.
Konkret bedeutet die Swisscom-Senkung, dass beim beliebtesten ADSL-Anschluss (3500/300) der Wholesale-Preis von 31.20 Franken auf 28 Franken fällt. Dieser Preis ist exklusive Mehrwertsteuer. Mehr ins Gesicht fällt die Senkung der Datenverbindungs-Preise - der sogenannten Backhoul - um 40%. Ein Anbieter bezahlt typischerweise etwa 10 Franken pro Monat und Kunde an Swisscom. Doch weil die Anschlüsse immer schneller werden und die Kunden vermehrt breitbandige Dienstleistungen konsumieren, steigt die notwendige Datenkapazität und die Kosten nehmen für die Alternativ-Anbieter wieder zu. Kurzfristig dürften die Anbieter ein paar Franken sparen, doch durch die Zunahme der übertragenen Daten dürfen die Kosten mittelfristig wieder steigen.
Kommt es nun zur Preissenkung bei ADSL? Ich denke, dass es aufgrund der geringen Marge nicht zu Preissenkungen kommen wird. Denn die ADSL-Anbieter, die ein 3500er-Abo für 49 Franken verkaufen, müssen rund 41 Franken an Swisscom weiterleiten, 3.46 Franken geht an die Steuerverwaltung (MWST) und die Marge beträgt weniger als 5 Franken. Oder anders ausgedrückt, 83% des Endkundenpreises ging bisher an Swisscom und weniger als 10% blieb bei den Anbietern. Die meisten ADSL-Anbieter dürften mit ADSL daher Verluste schreiben. Sunrise räumt dies ja selbst regelmässig ein. Mit den neuen Preisen gehen "nur" noch etwa 75% an Swisscom. Die Anbieter freuen sich, dass sie etwas günstiger einkaufen können und die Verluste mit ADSL etwas reduzieren können.
Die einzige Möglichkeit zu einer Preissenkung wäre, wenn Bluewin den ADSL-Preis senken würde. In der Regel ziehen die anderen Anbieter dann schnell nach.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Am Freitag versendete Swisscom eine Medienmitteilung, in der die Senkung der Grosshandelspreise für ADSL angekündigt wird.
Die Grosshandelspreise - häufiger auch Wholesale-Preise genannt - müssen die Alternativ-Anbieter an Swisscom bezahlen, wenn sie ADSL anbieten. (Eine andere Möglichkeit wäre das Mieten der entbündelten letzten Meile, was derzeit noch selten von den Alternativ-Anbietern angeboten wird. In diesem Fall müssten die Alternativ-Anbieter zwar auch Grosshandelspreise bezahlen. Da es sich um eine andere Dienstleistung handelt, sind es jedoch andere Grosshandelspreise.) Zusätzlich haben die Alternativ-Anbieter mit ADSL noch weitere Kosten wie z.B. Kundendienst, Subventionierung Hotline, Administration, Inkasso und die Verbindung ins Internet.
Konkret bedeutet die Swisscom-Senkung, dass beim beliebtesten ADSL-Anschluss (3500/300) der Wholesale-Preis von 31.20 Franken auf 28 Franken fällt. Dieser Preis ist exklusive Mehrwertsteuer. Mehr ins Gesicht fällt die Senkung der Datenverbindungs-Preise - der sogenannten Backhoul - um 40%. Ein Anbieter bezahlt typischerweise etwa 10 Franken pro Monat und Kunde an Swisscom. Doch weil die Anschlüsse immer schneller werden und die Kunden vermehrt breitbandige Dienstleistungen konsumieren, steigt die notwendige Datenkapazität und die Kosten nehmen für die Alternativ-Anbieter wieder zu. Kurzfristig dürften die Anbieter ein paar Franken sparen, doch durch die Zunahme der übertragenen Daten dürfen die Kosten mittelfristig wieder steigen.
Kommt es nun zur Preissenkung bei ADSL? Ich denke, dass es aufgrund der geringen Marge nicht zu Preissenkungen kommen wird. Denn die ADSL-Anbieter, die ein 3500er-Abo für 49 Franken verkaufen, müssen rund 41 Franken an Swisscom weiterleiten, 3.46 Franken geht an die Steuerverwaltung (MWST) und die Marge beträgt weniger als 5 Franken. Oder anders ausgedrückt, 83% des Endkundenpreises ging bisher an Swisscom und weniger als 10% blieb bei den Anbietern. Die meisten ADSL-Anbieter dürften mit ADSL daher Verluste schreiben. Sunrise räumt dies ja selbst regelmässig ein. Mit den neuen Preisen gehen "nur" noch etwa 75% an Swisscom. Die Anbieter freuen sich, dass sie etwas günstiger einkaufen können und die Verluste mit ADSL etwas reduzieren können.
Die einzige Möglichkeit zu einer Preissenkung wäre, wenn Bluewin den ADSL-Preis senken würde. In der Regel ziehen die anderen Anbieter dann schnell nach.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Sonntag, 9. Dezember 2007
Golaten will endlich Internet
Für viele ist der schnelle Internet-Zugang über ADSL oder Kabelinternet selbstverständlich. Doch auch in der Schweiz gibt es immer noch Dörfer, die von der modernen Internet-Technologie abgeschnitten sind. Über die Internet-Situation in der Berner 300 Seelen-Gemeinde Golaten hat das Online-Portal espace.ch (Berner Zeitung) in der letzten Woche berichtet (Artikel online lesen).
69 Prozent der Einwohner von Golaten können sich lediglich über ein Modem ins Internet einwählen, denn ADSL von Swisscom gibt es nicht. Und Kabelinternet wird ebenfalls nicht angeboten. Bei einer Umfrage wünschen sich immerhin 25 der 100 Haushalte einen schnellen Internet-Zugang.
Mit dem Inkrafttreten der neuen Grundversorgungs-Konzession wird Swisscom schnelles Internet (mindestens mit einer vergleichsweise langsamen Geschwindigkeit von 600 KBit/s für 49 Franken pro Monat) anbieten müssen. Wobei es Swisscom überlassen ist, welche Technologie Swisscom einsetzen wird. Es besteht also Hoffnung für die Einwohner von Golaten und vielen weiteren Gemeinden, denen Swisscom, Cablecom und Co. auch im Jahr 2007 noch keinen modernen Internet-Anschluss anbieten können.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
69 Prozent der Einwohner von Golaten können sich lediglich über ein Modem ins Internet einwählen, denn ADSL von Swisscom gibt es nicht. Und Kabelinternet wird ebenfalls nicht angeboten. Bei einer Umfrage wünschen sich immerhin 25 der 100 Haushalte einen schnellen Internet-Zugang.
Mit dem Inkrafttreten der neuen Grundversorgungs-Konzession wird Swisscom schnelles Internet (mindestens mit einer vergleichsweise langsamen Geschwindigkeit von 600 KBit/s für 49 Franken pro Monat) anbieten müssen. Wobei es Swisscom überlassen ist, welche Technologie Swisscom einsetzen wird. Es besteht also Hoffnung für die Einwohner von Golaten und vielen weiteren Gemeinden, denen Swisscom, Cablecom und Co. auch im Jahr 2007 noch keinen modernen Internet-Anschluss anbieten können.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Donnerstag, 22. November 2007
ComCom: Swisscom muss Bitstream anbieten
Die Eidgenössische Kommunikationskommission hat heute den Entscheid bekanntgegeben, dass Swisscom den Alternativ-Anbietern den Bitstream-Access anbieten muss. Dies aufgrund der Tatsache, dass die Wettbewerbskommission Weko festgestellt hat, dass Swisscom im schnellen Bitstream-Breitband-Internet eine marktbeherrschende Stellung hat.
Sehr erfreut zeigt sich Sunrise , während Swisscom vorerst analysieren will und sich dann überlegen will, den Entscheid vor das Bundesverwaltungsgericht weiterzuziehen.
Doch werden die Preise jetzt ins grosse Rutschen kommen? Ich denke nicht, dass die Preise gross ins Rutschen kommen werden. Heute bezahlt ein Breitband-Internet-Kunde rund 75 Franken, 49 Franken für den ADSL-Anschluss und 25.25 Franken für den notwendigen Festnetz-Anschluss.
Egal ob mit der entbündelten letzten Meile oder mit dem sogenannten Bitstream-Access. Die Alternativ-Anbieter müssen der Swisscom (berechtigerweise) eine Gebühr für die Nutzung der Swisscom-Infrastruktur bezahlen. Und für die Alternativ-Anbieter sind die Entschädigungen zu hoch. Endgültig wird dann das Bundesgericht entscheiden müssen, welche Preise Swisscom verrechnen kann.
Neben den Gebühren, die man an Swisscom bezahlen muss, muss zusätzlich in eigene Infrastruktur investiert werden. Dies bedeutet in erster Linier mal grosse Ausgaben in Millionenhöhe. Und diese Investitionen müssen dann von den Alternativ-Anbietern auf die Kunden überwälzt werden. Weitere Kosten fallen für die Bandbreite, die Mitarbeiter, das Inkasso, den Kundendienst, das Marketing und die Werbung etc. an. Alle diese Kosten müssen schliesslich auf den Preis umgewälzt werden, den die Kunden schliesslich bezahlen müssen. Und da diese Kosten relativ hoch sein werden, spricht vieles dagegen, dass sich das Preisniveau massiv reduzieren wird.
Es ist klar, dass die Alternativ-Anbieter günstiger sein müssten. Aber wenn man bereits heute einen Blick auf die ADSL-Preise der Anbieter wirft, erinnert man sich in der Sowjetunion oder in der DDR zurück. Egal ob Bluewin, Sunrise oder Tele2: Überall kostet der Internet-Zugang 49 Franken pro Monat (Und auch Konkurrent Cablecom verrechnet nur 4 Franken weniger, obwohl dieser Anbieter nicht von Swisscom abhängig ist und durchaus tiefere Preise anbieten könnte). Die Alternativ-Anbieter können es sich bereits heute leisten, gleich teuer wie Swisscom zu sein. Warum sollten sie mit einer entbündelten letzten Meile plötzlich ihre Strategie ändern?
Ich glaube, die Preise werden höchstens um 5 bis 10 Franken sinken, wenn überhaupt.
Wir werden sehen und es wird auf jeden Fall spannend.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
PS: Von der Nachrichtenagentur AP angefragt, habe ich ebenfalls eine Einschätzung zum ComCom-Entscheid abgegeben. Diese kann unter anderem auf dem Newsticker vom Tagi abgerufen werden.
Sehr erfreut zeigt sich Sunrise , während Swisscom vorerst analysieren will und sich dann überlegen will, den Entscheid vor das Bundesverwaltungsgericht weiterzuziehen.
Doch werden die Preise jetzt ins grosse Rutschen kommen? Ich denke nicht, dass die Preise gross ins Rutschen kommen werden. Heute bezahlt ein Breitband-Internet-Kunde rund 75 Franken, 49 Franken für den ADSL-Anschluss und 25.25 Franken für den notwendigen Festnetz-Anschluss.
Egal ob mit der entbündelten letzten Meile oder mit dem sogenannten Bitstream-Access. Die Alternativ-Anbieter müssen der Swisscom (berechtigerweise) eine Gebühr für die Nutzung der Swisscom-Infrastruktur bezahlen. Und für die Alternativ-Anbieter sind die Entschädigungen zu hoch. Endgültig wird dann das Bundesgericht entscheiden müssen, welche Preise Swisscom verrechnen kann.
Neben den Gebühren, die man an Swisscom bezahlen muss, muss zusätzlich in eigene Infrastruktur investiert werden. Dies bedeutet in erster Linier mal grosse Ausgaben in Millionenhöhe. Und diese Investitionen müssen dann von den Alternativ-Anbietern auf die Kunden überwälzt werden. Weitere Kosten fallen für die Bandbreite, die Mitarbeiter, das Inkasso, den Kundendienst, das Marketing und die Werbung etc. an. Alle diese Kosten müssen schliesslich auf den Preis umgewälzt werden, den die Kunden schliesslich bezahlen müssen. Und da diese Kosten relativ hoch sein werden, spricht vieles dagegen, dass sich das Preisniveau massiv reduzieren wird.
Es ist klar, dass die Alternativ-Anbieter günstiger sein müssten. Aber wenn man bereits heute einen Blick auf die ADSL-Preise der Anbieter wirft, erinnert man sich in der Sowjetunion oder in der DDR zurück. Egal ob Bluewin, Sunrise oder Tele2: Überall kostet der Internet-Zugang 49 Franken pro Monat (Und auch Konkurrent Cablecom verrechnet nur 4 Franken weniger, obwohl dieser Anbieter nicht von Swisscom abhängig ist und durchaus tiefere Preise anbieten könnte). Die Alternativ-Anbieter können es sich bereits heute leisten, gleich teuer wie Swisscom zu sein. Warum sollten sie mit einer entbündelten letzten Meile plötzlich ihre Strategie ändern?
Ich glaube, die Preise werden höchstens um 5 bis 10 Franken sinken, wenn überhaupt.
Wir werden sehen und es wird auf jeden Fall spannend.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
PS: Von der Nachrichtenagentur AP angefragt, habe ich ebenfalls eine Einschätzung zum ComCom-Entscheid abgegeben. Diese kann unter anderem auf dem Newsticker vom Tagi abgerufen werden.
Montag, 19. November 2007
Swisscom Mogelpackung Nacktes DSL
Gestern kündigte Swisscom über ein Interview von Carsten Schloter in der NZZ am Sonntag an, dass die Mitbewerber die Möglichkeit hätten, DSL anzubieten, ohne dass der Kunde einen Festnetz-Anschluss benötigt. Die Mitbewerber wie Sunrise oder Tele2 hätten diese Möglichkeit seit Ende August, müssten jedoch die Gebühren von rund 25 Franken selbst übernehmen. Beim neu angekündigten Angebot hingegen verzichtet Swisscom darauf, die Grundgebühren für den Festnetzanschluss in Rechnung zu stellen. Weder der Kunde noch der ADSL-Provider müssen also die Grundgebühren für den Telefonanschluss übernehmen.
Heute wurden die Details bekannt und die Swisscom-Offensive hat einige Schwachpunkte, ich erlaube mir gar, das Ganze als Mogelpackung zu bezeichnen:
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Update (27.01.2008): Nacktes ADSL: Gute Idee, schlechte Umsetzung
Heute wurden die Details bekannt und die Swisscom-Offensive hat einige Schwachpunkte, ich erlaube mir gar, das Ganze als Mogelpackung zu bezeichnen:
- Das nackte ADSL wird für das weitaus beliebteste ADSL-Produkt mit einer Geschwindigkeit von 3500 im Downstream gar nicht erst angeboten. Wer also mit dem 49 Franken-Angebot surft, kann nicht auf den Festnetz-Anschluss verzichten. Dies betrifft mehr als drei von vier ADSL-Privatkunden.
- Nacktes ADSL wird nur mit den Geschwindigkeiten 5000 (ADSL) und 20'000 (VDSL) angeboten. Der Provider muss an Swisscom für den Anschluss 54 Franken bezahlen, dazu kommen die Kosten für die übertragene Datenmenge in der Grössenordnung von durchschnittlich 6 Franken pro Kunde. Macht inklusive Mehrwertsteuer rund 65 Franken pro Anschluss. Dabei gibt es gemäss Swisscom-Informationen keinen Unterschied zwischen dem 5000er- und dem 20000er-Angebot.
- Die Konditionen von Swisscom sind für den Anbieter schlichtweg unattraktiv: Als Endkunde erhält man bei der Swisscom-Marke Bluewin das 5000er-Abo inzwischen für 59 Franken, das 20'000er-Abo für 69 Franken. Kein Alternativ-Anbieter kann DSL zu diesem Preis anbieten, ohne massiv drauf zu bezahlen.
- Swisscom geht davon aus, dass die Provider attraktive Pakete schnüren werden und die Kunden in Scharen mit VoIP telefonieren werden. Doch das Ganze scheint wenig realistisch: Swisscom konnte erst 3'000 VoIP-Privatkunden für ihr Bluewin-Phone gewinnen. Und Sunrise und Tele2 haben ihre VoIP-Angebote längst wieder eingestellt.
- Nacktes ADSL dürfte vor allem für Personen interessant sein, die den Festnetz-Anschluss nie oder kaum benützen. Immer mehr Kunden hat den Festnetz-Anschluss nur noch, weil sie ADSL nutzen will.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Update (27.01.2008): Nacktes ADSL: Gute Idee, schlechte Umsetzung
Sonntag, 18. November 2007
Preissenkung beim Internet-Zugang unrealistisch
In der heutigen NZZ am Sonntag erschien ein Interview mit dem Swisscom-Chef Carsten Schloter (Artikel online abrufbar). Bereits gibt es im Internet Meldungen mit dem Titel "Neue Preissenkungsrunde beim Internetzugang".
Carsten Schloter hat folgendes im Interview gesagt:
Bereits heute haben die Mitbewerber wie Sunrise oder Tele2 theoretisch zwei Möglichkeiten, nur ADSL ohne Telefonie anzubieten:
Damit dürften viele Anbieter ein ADSL/VoIP-Telefoniepaket auf den Markt bringen. Denn bei VoIP dürften die Margen wesentlich höher sein. Vielleicht komme ich so ja doch noch zu meinem echten 027-er-Anschluss in Zürich, der auch funktioniert. (Derzeit habe ich Sunrise VoIP, das in meinem Fall über den Cablecom-Kabelinternet-Anschluss jedoch nicht funktioniert und daher auf die Combox umgeleitet wird.)
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Update und Nachtrag: Eine weitere Analyse zum neuen Angebot von Swisscom
Update (27.01.2008): Nacktes ADSL: Gute Idee, schlechte Umsetzung
Carsten Schloter hat folgendes im Interview gesagt:
Unsere Mitbewerber können DSL-Leitungen von Swisscom weiterverkaufen, ohne dass der Konsument gleichzeitig einen Telefonanschluss von Swisscom mieten muss. So kann unsere Konkurrenz bald Leistungspakete mit Breitband-Internet und Sprach-Telefonie anbieten, die 30 bis 40% billiger sind, als es vergleichbare Swisscom-Pakete heute sind.Sehen wir uns das Ganze etwas genauer an.
Bereits heute haben die Mitbewerber wie Sunrise oder Tele2 theoretisch zwei Möglichkeiten, nur ADSL ohne Telefonie anzubieten:
- Möglichkeit 1: Die Konkurrenten können das heutige ADSL-Angebot anbieten und gleichzeitig die Grundgebühr für den Telefonanschluss übernehmen. Neben den rund 40 Franken, die für den meistverwendesten 3500er-ADSL-Anschluss fällig wird, muss der Internet-Anbieter jeden Monat rund 25 Franken an Swisscom überweisen. Der Anbieter bezahlt im Einkauf also rund 65 Franken, die er an Swisscom abliefern muss. Daneben hat der Anbieter weitere Kosten z.B. für das Modem, die Internet-Bandbreite, den Kundendienst, die Rechnungstellung, ...
Es ist also unrealistisch, dass ein Anbieter etwas für 49 Franken verkauft, wo er jeden Monat mehr als 20 Franken draufbezahlen wird.
Derzeit bietet genau ein Anbieter ein solches Produkt an: Swisscom! Wer z.B. mit einem Swisscom-Handy mit dem Abo "Natel Swiss Liberty" telefoniert, kann ADSL ohne Telefonanschluss haben.
Auch Fredy - CEO von Init7 - hat in seinem Blog bereits vor einiger Zeit etwas dazu geschrieben. - Möglichkeit 2: Die entbündelte letzte Meile. Seit April 2007 könnte die letzte Meile auch von Alternativ-Anbietern wie z.B. Sunrise, Tele2 oder Orange benutzt werden. Effektiv bieten derzeit nur wenige Anbieter an einigen wenigen Orten entsprechende Dienstleistungen an. Auch hier stellt sich die Frage, wie man das Ganze finanzieren soll. Der Anbieter muss an Swisscom rund 33 Franken pro Monat für die Miete der letzten Meile abliefern. Ausserdem muss der Anbieter viel Geld in eigene Infrastruktur investieren und diese eigene Infrastruktur in den Telefonzentralen der Swisscom installieren. Auch hier ist es nicht klar, wie der Preis von 49 Franken pro Monat unterbunden werden kann und weiterhin Geld verdient werden soll.
- Die Anbieter können nur den ADSL-Anschluss ohne Telefonanschluss von Swisscom mieten. Die Swisscom wird den Telefonanschluss weder dem Kunden direkt noch dem ADSL-Provider in Rechnung stellen. Die genauen Konditionen sind nicht klar, dürften sich jedoch wie beim normalen ADSL-Anschluss um die 40 Franken für den 3500er-Anschluss bewegen.
Damit dürften viele Anbieter ein ADSL/VoIP-Telefoniepaket auf den Markt bringen. Denn bei VoIP dürften die Margen wesentlich höher sein. Vielleicht komme ich so ja doch noch zu meinem echten 027-er-Anschluss in Zürich, der auch funktioniert. (Derzeit habe ich Sunrise VoIP, das in meinem Fall über den Cablecom-Kabelinternet-Anschluss jedoch nicht funktioniert und daher auf die Combox umgeleitet wird.)
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Update und Nachtrag: Eine weitere Analyse zum neuen Angebot von Swisscom
Update (27.01.2008): Nacktes ADSL: Gute Idee, schlechte Umsetzung
Dienstag, 13. November 2007
Schnellstes ADSL/VDSL-Internet wird günstiger
Obwohl die Swisscom-Marke Bluewin derzeit mehr Kunden für Breitband-Internet gewinnen kann als die Mitbewerber Sunrise und Cablecom (siehe Analyse der Quartalszahlen), macht Bluewin ihre Angebote für Privatkunden attraktiver. Bereits vor einem Monat wurde die Bandbreiten-Erhöhung des schnellsten Privatkunden-VDSL-Angebotes kommuniziert. Diese Bandbreiten-Erhöhung gilt theoretisch für alle Kunden, egal über welchen Provider sie surfen (Einzige Ausnahme sind entbündelte Anschlüsse, wie z.B. einige VTX-ADSL2-Anschlüsse in Sion oder Basel). Derzeit bieten jedoch von den grossen und bekannten Anbietern nur Bluewin und green.ch überhaupt VDSL für Privatkunden an. Keine Angebote gibt es unter anderem von Sunrise oder Tele2.
Hier sind die Preise:
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Hier sind die Preise:
VDSL 20'000/1'000 für 69 Franken pro MonatDie Offensive überrascht. Während die wichtigsten Mitbewerber - die Kabelnetz-Betreiber - sich überlegen, wie sie die Kunden mit Zusatzgebühren für die intensive Nutzung bestrafen können, erhöht Swisscom die Geschwindigkeiten massiv.
ADSL 5'000/500 für 59 Franken pro Monat
- Cablecom gerät ins Hintertreffen und kann wohl derzeit nicht reagieren. Swisscom kostet 4 Franken mehr pro Monat, bietet jedoch die doppelte Geschwindigkeit an. Also derzeit klar das bessere Angebot.
- Mit der Offensive will Swisscom mehr Kunden für die schnelleren Geschwindigkeiten gewinnen. Derzeit nutzen die meisten Privatkunden (unbestätigten Schätzungen zufolge rund 3/4 aller Privatkunden) den 3'500er-Anschluss für rund 45 bis 50 Franken pro Monat.
- Allerdings steht das schnelle Angebot mit 20'000 KBit/s noch längst nicht überall zur Verfügung. Gemäss Swisscom können rund 75% der Kunden dieses Angebot nutzen. Ich persönlich wohne in der Stadt Zürich, kann demnoch dieses Angebot nicht nutzen. Swisscom hat das entsprechende Quartier bisher noch nicht mit der schnellen VDSL-Technologie ausgestattet.
- Ein anderer Kritikpunkt ist der Upload-Geschwindigkeit von nur 1'000 KBit/s. Insbesondere wer z.B. häufig Fotos haraufladen will, merkt faktisch nichts von der Erhöhung der Geschwindigkeit. Im Gegenteil: Die Daten stecken meistens im Stau fest. Hier sollte Swisscom (und auch Cablecom) endlich nachbessern.
Liebe Grüsse
Ralf Beyeler
www.comparis.ch
Abonnieren
Posts (Atom)
Labels
- 20 Minuten
- Aargauer Zeitung
- ADSL
- Aktion Kabelnetz Rüfenacht
- Aldi
- Alltägliches aus der Telekom-Welt
- Analogfernsehen
- Antworten auf Fragen
- Ärger
- Aus den Medien
- Basler Zeitung
- Beobachter
- Berner Oberländer
- Berner Zeitung
- Bewertung Neue Angebote
- Bieler Kommunikationstage Comdays
- Blick
- Blogg
- Bluewin
- Bluewin-TV
- Cablecom
- Cash
- Cash Daily
- Computerworld
- Coop
- ct
- Der Bund
- Digital-TV
- Digitalfernsehen
- DVB-T
- espace.ch
- ewz-Glasfasernetz
- Festnetz
- Glasfaser
- green.ch
- Grundverschlüsselung
- Handelszeitung
- Handy-Apps
- Handy-TV (DVB-H/DMB/...)
- Handy-TV (EDGE/UMTS)
- Handys
- HD-TV
- heise
- heute
- Hintergrund
- Historisch
- International
- Internet
- Internet-Telefonie (VoIP)
- Internet-TV
- Interview
- iPad
- iPhone
- K-Tipp
- Kabelinternet
- Kassensturz
- Lebara
- letzte Meile
- Lycamobile
- Marketing und Werbung
- Mehrwertdienste
- Migros
- Mobile Datenübertragung / Mobiles Surfen
- Mobilfunk
- Neue Luzerner Zeitung
- NZZ
- NZZ am Sonntag
- Ombudscom
- Online PC Zeitung
- Openaxs
- Orange
- PC Tipp
- Politik
- Punkt ch
- Quartalszahlen
- Radio DRS
- Ralfs Spartipp (heute-Kolumne)
- Red Bull
- Roaming
- Saldo
- Skype
- SMS
- Sonntag
- Sonntags-Zeitung
- Sonntagsblick
- St. Galler Tagblatt
- Statistik
- Sunrise
- Swisscable
- Swisscom
- Swisscom Directories
- Tages-Anzeiger
- Talkeasy
- Tarife
- Tele2
- VDSL
- Verschiedenes
- Very Mucho
- VTX
- Weltwoche
- Wettbewerb
- Yallo
- Zattoo
- zum schmunzeln